DSGVO – Blaupause für weltweite Standards oder Belastung?

„Wenn große amerikanische Unternehmen reguliert werden sollen, hat das Konsequenzen für alle.“ Stimmt, Ralf Bremer (Google). Die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) hat bei mittelständischen Unternehmen für viel Unsicherheit gesorgt und hohe Kosten verursacht. Auch für alle die Kommunikation machen, ist die DSGVO eine Belastung, weil eben nicht der Grundsatz Vorrang hat, dass es bei jedem Ereignis erforderlich ist, darüber zu kommunizieren. „Die DSGVO hat die Rechte der Bürger gestärkt.“ Auch da kann ich Martin Hellich (CEO Ipsos Deutschland) nicht widersprechen. Entscheidend ist aber, dass diese Rechte auch Wirkung erzielen. Dann hätten wir vielleicht weniger German Angst und mehr Vertrauen in die digitale Zukunft. Dass hier noch Luft nach oben ist, zeigen internationale Umfragen von Ipsos. Menschen aus Schwellenländern und insbesondere aus Asien sind viel technologieoffener als die Deutschen.

Auch der Bundesstaat Kalifornien denkt darüber nach, eine gesetzliche Regelung – ähnlich der DSGVO – einzuführen. „Wir können schon Standards setzen.“ Darauf weißt Ronja Kemmer MdB (CDU/CSU-Bundestagsfraktion) hin. Wenn es darum geht, internationale Standards für künstliche Intelligenz zu entwickeln, ist auch China dabei. Ich bin gespannt. Zweifellos fällt es in Ländern wie China den Unternehmen leichter, Daten – und auch personenbezogene Daten – in großer Menge zu nutzen, um künstliche Intelligenzen zu trainieren. In Europa hat immer noch die Datensparsamkeit Vorrang.

Matthias Bannas

Techlash als (Kommunikations-) Herausforderung für Unternehmen

Veranstalter: Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) und Ipsos Deutschland
im Telefónica Basecamp

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Fotocredit: Dmytriy Volkovsk’kyy