Elektromobilität, Brennstoffzelle / Wasserstoff, efuels – eine soziale Frage?

Für den Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland, muss viel Geld investiert werden. Aber wer wird dafür zur Kasse gebeten? Ralph Lenkert MdB (Die Linke) warnt davor, dass es – wie bei Netzausbau, Grundlast und  Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – arme und reiche Bürger gleichermaßen treffen könnte. Durch die soziale Brille betrachtet, sind die Wasserstofftechnologie oder synthetische Kraftstoffe (efuels) batteriebetriebener Mobilität haushoch überlegen. Denn deren Förderung müsste aus Steuern erfolgen. Durch die progressive Besteuerung ist sichergestellt, dass die Reichen einen höheren Anteil zahlen. Ein Punkt taucht nur selten in der Debatte auf. Mit den fossilen Energieträgern erzielt der Staat erhebliche Steuereinnahmen. Mehr als 40 Milliarden Euro Mineralölsteuern müssen erst einmal durch andere Einnahmen ersetzt werden. Auch das kann schnell zu einer sozialen Frage werden.

Welchen Stellenwert die soziale Frage beim Umbau des deutschen Mobilitätssektors haben wird, bleibt interessant. Kann es sich die Bundesregierung leisten, auf den Ausbau der batteriebetriebenen Mobilität zu verzichten? Sie verfolgt schließlich das Ziel, innerhalb weniger Jahre die Emissionen des Verkehrssektors spürbar abzusenken. Wasserstoffahrzeuge sind auch auf dem Markt. Sie sind mit 70.000 Euro zwar teuer, aber können – genau wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren – in wenigen Minuten betankt werden. Allerdings kostet eine Wasserstofftankstelle eine Million Euro. efuels haben den Vorteil, dass sie auch bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren eingesetzt werden können. Auch die Infrastruktur – die Tankstellen – sind bereits vorhanden.

Matthias Bannas

Prof. Angelika Heinzel (auf dem Foto zu sehen) hat die VDI/VDE-Studie: Brennstoffzellen- und Batteriefahrzeuge vorgestellt.

Zero Emission Vehicle – Mit Batterien oder Brennstoffzellen?

Veranstalter: Forum für Zukunftsenergien e.V.

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