Was ist berlinbubble?

In der Berliner Blase – der berlinbubble – wird Politik gemacht. Wenn es sein muss, streiten sich Ministerialbeamte, Politiker und Lobbyisten um jedes Komma in einem Omnibusgesetz. Politiker streiten sich mit anderen Politikern im Bundestag. Wirtschaftsvertreter und Gewerkschafter streiten sich im Einstein oder im Base-Camp. Alle zusammen streiten sich bei Veranstaltungen bei Microsoft, im Wein-Habel, bei der Commerzbank, oder …, oder …, oder …. berlinbubble greift ausgewählte Veranstaltungen und Streitigkeiten in kurzen Texten auf.

Medien – außen vor oder mitten drin?

Die Medien kontrollieren die Berliner Blase. Sie setzen Themen. Sie spitzen zu. Sie sind immer dabei. Wenn sie ihren Job gut machen, machen sie sich nicht mit einzelnen Sachen oder Akteuren gemein. Ob und inwiefern sie das doch machen, ist stets einen Streit wert.

… und wer ist sonst noch dabei?

Agenturen (von Fischer-Appelt bis Adverb), Meinungsforschungsinstitute (von Ipsos bis Civey), die Wissenschaft und Thinktanks wie polisphere; sind das auch Lobbyisten? Auch darüber lässt sich trefflich streiten. Zweifelsfrei sind die Botschafter und ihre Mitarbeiter Lobbyisten. Sie machen – für ihre Länder – lupenreine Interessenpolitik.

Warum brauchen wir die Berliner Blase?

Gäbe es die Berliner Blase nicht, müsste sie jemand erfinden. Ohne Kompromisse ist Demokratie nicht denkbar. Die Berliner Blase ist eine der weltbesten Kompromissmaschinen. Streit wird kanalisiert. Lösungen werden – im Rahmen des politisch Möglichen – gefunden.

Die Gesetzmäßigkeiten der Berliner Blase sind zugleich transparent und erklärungsbedürftig. Das bietet Angriffsfläche. Es ist ein Leichtes, über die vermeintliche Abgehobenheit „der Politik“ zu schwadronieren. Dabei wird übersehen, dass die Berliner Blase über zahlreiche Schnittstellen mit ganz Deutschland verknüpft und damit ganz wunderbar geerdet ist.

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Viel Spaß mit den Texten!

Matthias Bannas