Anna Kryszan, der beste Chinese in Mitte und die Fehleinschätzung der Mittelschicht

QUIZ

„Die AfD sitzt nicht mir im Nacken, sitzt nicht der CDU im Nacken, sondern sitzt jedem Demokraten im Nacken.“

Herzlich willkommen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

müssen große Unternehmen in Zukunft regelmäßig über ihre Nachhaltigkeitserfolge und -misserfolge berichten? Wenn es nach dem Willen der Europäischen Kommission geht, wird das bald so sein. Das ist sogar schlüssig, denn ohne diese Berichte werden die Bemühungen zu mehr nachhaltiger Finanzanlage (sustainable finance) ins Leere laufen. Ob sich die Unternehmen über die zusätzliche Bürokratie freuen, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall freuen sich die Agenturen, die bereits heute an den Corporate Social Responsibility (CSR) Berichten gut verdienen. Immerhin wird bei den Nachhaltigkeitsberichten der Green Washing Vorwurf obsolet. Schließlich wird nicht von Geschäftsmodellen abgelenkt, wie das bei CSR oft der Fall ist, indem zum Beispiel ein Tabakkonzern auf sein Diversity-Engagement hinweist. Sehr hörenswert ist übrigens der Podcast „Transformation der Tabakwerbung – so wirbt IQOS“.

Euer Matthias Bannas

In the Hood

Wöchentlich stellen wir Personen aus dem Kiez vor, befragen sie über das Stadtleben und die Politik in Berlin. Diese Woche haben wir mit Anna Kryszan gesprochen. Sie kandidiert für die FDP im Wahlkreis Berlin-Mitte um einen Sitz im Bundestag. Mehr Impressionen findet Ihr auf ihrem Instagram-Account.

Du bist Lehrerin, was ist Dein wichtigstes Learning aus dem Klassenzimmer für die Politik?

Bei mir ist es eher andersherum. Ich stehe erst seit kurzem im Klassenzimmer und mache in meiner Freizeit seit ungefähr sechs Jahren Politik. In der Verbandsarbeit habe ich täglich mit vielen Menschen, auch im Alter meiner Schüler, zu tun. Man lernt wie man Gruppen motiviert und hat ein Anliegen, dass jeder Ehrenamtler dabei bleibt. Das haben doch Klassenzimmer und Verband gemeinsam: wer motiviert ist, nimmt auch mehr mit.

Was ist Dein wichtiges Anliegen für den Wahlkreis Berlin-Mitte?

Die Bildung von Kindern und Jugendlichen in unserem Bezirk muss besser werden. Es darf keinen Unterschied machen, ob eine Schule im Wedding oder Nähe Linienstraße steht. Wir müssen Schule für alle Kinder besser machen. Aus der Pandemie könnte man so viel mitnehmen, sei es, endlich die Chance für stärker digitalisierte Schulen zu nutzen oder anzuerkennen, dass man mit kleineren Klassengrößen einen enormen Nutzen für alle Schülerinnen und Schüler erreichen kann. Wir müssen Bildung neu denken.

Was ist Dein Lieblingsort in Berlin-Mitte? Und warum ist das so?

Wenn ich mir einen Lieblingsort in Berlin-Mitte aussuchen muss, wäre es vermutlich die Museumsinsel. Dieser Ort ist so malerisch und zeigt Berlin von einer ganz anderen, verträumteren Seite. An diesem Ort ist Berlin gar nicht so ruppig, wie es einem an anderen Stellen vielleicht vorkommt. Gleichzeitig ist es auch ein Ort voller Wissen, an dem man unendlich viel entdecken kann. Ich gehe wahnsinnig gern an Sonntagen ins Museum und genieße Kunst oder sauge Wissen aus verschiedensten Kulturen auf.

Read

IDF – Social Media der israelischen Armee:  Der Gaza-Krieg ist Geschichte. Der Nahostkonflikt ist weiterhin ungelöst. Daran wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern. Umso interessanter ist der Blick von Paul C. Strobel auf die Kommunikation der israelischen Armee. „First you build a great chanel, then you use it.“ Reichweite in den relevanten Zielgruppen aufzubauen, ist Voraussetzung um dann, wenn es drauf ankommt, erfolgreich kommunizieren zu können. Das sollten sich insbesondere die MdBs hinter die Ohren schreiben, die Ihre Social-Media-Kanäle stets pünktlich vor anstehenden Wahlen reanimieren. Also, von der IDF lernen, hier geht es zum Twitter-Thread. (MB)

Listen

Kannst du Wirtschaft Bettina Stark-Watzinger? Bettina Stark-Watzinger FDP-MdB kandidiert im Main-Taunus-Kreis für einen Sitz im Bundestag. Die dort ansässigen Unternehmen kennt sie sehr gut. Neben dem Weinbau, der Landwirtschaft und dem Tourismus, spielen natürlich der Finanzstandort Frankfurt und der Flughafen eine wichtige Rolle für die Wirtschaft im Wahlkreis. In diesem sind auch viele innovative Industrieunternehmen und Startups ansässig. Stark-Watzinger ist es wichtig, dass der Finanzsektor nicht mit über die EU-Regeln hinausgehender Bürokratie belastet wird. Alle Argumente und eine sehr schöne Beschreibung des Main-Taunus-Wahlkreises hört Ihr in diesem „Kannst Du Wirtschaft?“ Podcast mit Bettina Stark-Watzinger.

3 Jahre DSGVO und der digitale Impfpass: Im Zuge einer Verordnung der EU soll Ende Juni der digitale Impfpass kommen. Dieser soll auf unkomplizierte und fälschungssichere Weise Auskunft über die Geimpften geben. Doch weshalb wird der digitale Impfpass erst jetzt implementiert? Sind in Deutschland alle politischen Prozesse und die nötige Infrastruktur für den digitalen Impfpass gut durchdacht worden? In Bezug auf den digitalen Impfpass nehmen wir zum Dreijährigen auch die DSGVO-Verordnung unter die Lupe. Was hat uns diese bis jetzt gebracht? Welche Verbesserungen gibt es noch zu machen? Diese Fragen diskutieren wir in diesem berlinbubble Podcast mit Ann Cathrin Riedel, Vorsitzende von LOAD e.V. – Verein für liberale Netzpolitik.

Watch

Wahlumfragen … mal so auf die Schnelle erklärt: Bei Wahlumfragen äußern sich Befragte oft so, wie es in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis erwünscht ist. Das ist der social-desirability bias. Hinzu kommt, Anhänger extremer Parteien bekennen sich weniger gerne zu ihrer Partei und nehmen seltener an Umfragen teil. Das nennt sich Schweigefaktor. Beides verzerrt die Ergebnisse von Wahlumfragen. Mit Gewichtungen und Hinzurechnungen versuchen Meinungsforschungsinstitute Verzerrungen auszugleichen. Das klappt angeblich je besser, je bekannter die Parteien sind. Aber für Außenstehende ist das intransparent. Wenn empfohlen wird, zur Einschätzung der Qualität von Umfragen einen Blick auf die Befragungsmethoden zu werfen, stoßen wir darum schnell an Grenzen. Mehr dazu in diesem kurzen Video von “MrWissen2go” / Mirko Drotschmann. (MB)

Learn

Einfach live streamen: Im zweiten Corona-Jahr sind Live-Streams in der politischen Kommunikation heimisch geworden. Alex Schmidtke hat hier für die Konrad-Adenauer-Stiftung die Grundlagen aufgeschrieben. Laptop, Smartphone, Licht und eine der gängigen Plattformen wie Zoom, mehr braucht es nicht. Für mehr Reichweite bieten sich Streams über Facebook oder Instagram an. Wer für seinen Live-Streaming-Event einen professionellen Partner sucht, wird bei Attention Media fündig. (MB)

Know

Ungleichheit – verschätzt sich die Mittelschicht? Das Progressive Zentrum hat in diesem Policy Paper einige Studien mit Einschätzungen von Ungleichheit zusammengefasst und daraus Politik-Empfehlungen abgeleitet. Auch wer unterdurchschnittlich verdient und über ein unterdurchschnittliches Vermögen verfügt, betrachtet sich in der Regel als der Mittelschicht zugehörig. Auf der anderen Seite betrachten sich auch Millionäre als Mittelschicht, wie nicht zuletzt Friedrich Merz eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Bei der Ungleichheit schlägt das Vermögen viel stärker als das Einkommen ins Gewicht. Da ist es interessant, dass eine Erhöhung der Erbschaftsteuer oder die Einführung einer Vermögensteuer auch in der Mittelschicht unpopulär ist. Das könnte darauf zurückzuführen sein, dass diese Steuern mittelständische Unternehmen besonders hart treffen und damit Arbeitsplätze der Mittelschicht gefährden würden. (MB)      

Follow

Christoph Sprich: Export, Industrie und Freihandel gehören zusammen. Wer beim Freihandel auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte Dr. Christoph Sprich auf LinkedIn folgen. Er ist Mitglied im Freihandel-Team des BDI und verteilt auf dem Account alles zu dem Thema, was neu und relevant ist. (MB)

Attend

Die Wahldebatte … mit Ralph Brinkhaus: Auch in diesem Bundestagswahlkampf gibt es wieder die Wahldebatten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit der Welt. Wie halten es die Parteien mit der Sozialen Marktwirtschaft? Genau das versuchen die Moderatoren aus der Edelfederriege der Welt aus den hochkarätigen Gesprächspartnern herauszukitzeln. Das klappt oft sehr gut. Am Mittwoch / 9.6.2021 / 14:30 – 15:30 Uhr ist Ralph Brinkhaus zu Gast. Er wird von Anette Dowideit interviewt. Hier könnt Ihr Euch für alle Veranstaltungen der Reihe anmelden. (MB)

Stumble

Was wäre wenn? Kunst im Jüdischen Museum: Die israelische Künstlerin Yael Bartana geht mit Assoziationen, Gedankenspielen und Traumsequenzen der Idee nach: Was und wie Berlin heute wäre, wenn nicht Einheiten der Roten Armee, sondern israelische Soldaten die Stadt von den Nazis befreit hätten. Die beeindruckende Videoarbeit “Malka Germania” steht im Zentrum der Ausstellung “Redemption Now”, die im Jüdischen Museum vom 04. Juni an bis zum 10. Oktober 2021 zu sehen ist. Die Werkschau zeigt 50 Werke aus zwei Jahrzehnten und ist die erste der Künstlerin. Bartana wurde insbesondere durch ihren Beitrag im polnischen Pavillon während der Biennale in Venedig 2011 bekannt. Ihre Arbeit zeigt Bilder von Gleisen, Koffern, Menschengruppen und assoziiert damit die historische Judenverfolgung. Eine der Stärken ist, dass die Künstlerin einen weiten Spielraum für Interpretation und Assoziation lässt.
berlin.de, jmberlin.de

Introduce

High end Coffee in der Albrechtstraße: Der moderne Coffeeshop “Refinery” serviert Kaffee, Sandwiches und Kuchen aus dem Umland. Das Besondere ist, das der Laden auf lokale Röstereien setzt, zudem werden nur saisonale und frische Zutaten aus der Region verwendet. Die Kunden sollen einen veredelten Kaffee mit bestmöglicher Komposition bekommen. Hier ist sicher etwas für jeden Geschmack dabei und wahre Kaffeeliebhaber kommen voll und ganz auf ihre Kosten. Für den Espresso wird beispielsweise die Kaffeemaschine „The Spirit“ verwendet. Diese wird in Amsterdam noch per Handarbeit hergestellt. Mit ihrer genauen Temperaturkontrolle und Druckprofilierung nach Brühgruppe, ermöglicht sie, den perfekten Espresso anzubieten. Darüber hinaus bietet das Café jeden Monat eine neue Kaffeespezialität aus nur einem Ursprungsgebiet, meist aus Afrika oder Südamerika an.
refinerycoffee.de

Eat and drink

Wenn chinesisch, dann im Jolly: Die chinesische Küche in einem Business Club unweit des Brandenburger Tor erfährt viel Aufmerksamkeit. Dabei ist das Jolly das beste chinesische Restaurant in Berlin-Mitte, meine Meinung. Umso glücklicher bin ich über die Wiedereröffnung. Toll ist der Mittagstisch, inklusive Vorspeise für rund 10 Euro. Mein Lieblingsessen ist die scharfgewürzte Ente. Wer für kleinere Arbeitsgruppen ein Restaurant für ein unkompliziertes Mittagessen sucht, ist im Jolly ebenfalls in guten Händen. Geöffnet ist zu den üblichen Restaurantzeiten. Ihr findet das Jolly am Kupfergraben 4 / 4a unweit der Kanzlerinnenwohnung. (MB)

 

Buy

Endlich wieder Shopping: Spontan Dinge einkaufen, ohne einen Schnelltest vorzeigen zu müssen. Ab Freitag ist das wieder möglich. Das gilt es zu nutzen. Nur wenn die Geschäfte jetzt einen Teil der Umsatzverluste ausgleichen können, werden sie auch weiterhin vor Ort für uns da sein. Darum appelliere ich an Euch, kauft ein. (MB)

Explain

Molkenmarkt-Planung startet nächste Phase: Die Wettbewerbsphase für das künftige Wohn- und Arbeitsviertel am Molkenmarkt startet offiziell. Ziel ist es, ein lebendiges Quartier im Herzen Berlins mit einer vielfältigen Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Kultur zu entwickeln. Anhand baulicher Zeugen ist die Geschichte Berlins von den Anfängen bis heute in dem Viertel zu erleben, dass schafft vor allem eine ganz besondere Atmosphäre. Die erste Stufe wird bereits diesen Sommer die Auslobung eines EU-weiten offenen städtebaulichen Verfahrens sein. Für diesen Prozess werden noch Planungsteams gesucht. Diese sollen Pläne für ein zukunftsfähiges, innerstädtisches Quartier entwerfen. Zur weiteren Bearbeitung schlägt dann eine Jury mehrere Entwürfe zur finalen Umsetzung vor. Im Frühjahr 2022 sollen die diese dann wiederum interessierten Berlinern zur Diskussion vorgestellt werden.
abendblatt-berlin.de, berliner-zeitung.de

Work

Team-Assistenz beim BDWi: Ab dem 1. Juli 2021 sucht der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) einen Sekretär (m,w,d) in Teilzeit (ca. 20 Wochenstunden). Zu den Aufgaben gehören neben der Team-Assistenz die üblichen Bürotätigkeiten, die Vor- und Nachbereitung von Meetings und Veranstaltungen, der Empfang von Besuchern und die Erledigung des anfallenden Post- und Schriftverkehrs. Alle weiteren Infos findet Ihr hier. (MB)

Quiz-Auflösung

Armin Laschet im Deutschlandfunk-Interview

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