Christian Wohlrabe, das neue politikbriefing.de und natürlich solide und sexy

QUIZ

“Man muss solide sein, aber auch sexy.”

Herzlich willkommen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

um 18:00 Uhr, am 26. September sind alle Trielle ausgefochten. Es wird an keinen Haustüren mehr geklingelt und in den sozialen Medien kehrt Frieden ein. … oder doch nicht so ganz? Erste Vorgespräche münden in Sondierungen und dann in Koalitionsverhandlungen. Dabei sitzen entweder drei oder sogar vier Parteien am Tisch. Es spricht vieles dafür, dass wir ein ähnliches Schauspiel erleben, wie bei den Jamaika-Verhandlungen 2017. Große Verhandlungsteams und regelmäßige Wasserstandsmeldungen nach außen waren an der Tagesordnung. Wer sich vorbereiten möchte, dem sei diese Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung empfohlen.

Euer Matthias Bannas

In the Hood

Wöchentlich stellen wir Personen aus Berlin vor, befragen sie über das Stadtleben und die Politik in Berlin. Diese Woche haben wir mit Christian Wohlrabe gesprochen. Er kandidiert im Wahlkreis Charlottenburg (Charlottenburg-Wilmersdorf 3) für die CDU um einen Sitz im Berliner Abgeordnetenhaus. „Wohli“ ist im politischen Berlin kein Unbekannter.

Foto von Tobias Koch

Endspurt im Wahlkampf, wie erreichst Du die Wählerinnen und Wähler jetzt noch auf den letzten Metern?

In den letzten Tagen vor der Wahl heißt es nochmal alles zu geben, für einen Neustart in Berlin. Nur wenn ich direkt gewählt werde, habe ich eine realistische Chance auf den Einzug ins Abgeordnetenhaus. Deshalb werbe ich aktiv um die Erststimme – auf Social Media und auf den Straßen Charlottenburgs. Von früh bis spät bin ich mit Wahlkampfständen präsent und am Donnerstag findet zum fünfzehnten und abschließenden Mal meine Bürgersprechstunde am Grill (bei Bratwurst und Bier) statt. Pausen nutze ich, um die letzten Flyer zu verteilen.

Die Berliner CDU fordert einen Neustart für die Stadt. Was ist Dein wichtigstes Neustart-Projekt für Berlin?

Egal ob bezahlbares Wohnen, gute Bildung, eine saubere und sichere Stadt oder eine funktionierende Verwaltung – Berlin steht vor einer Reihe von großen Herausforderungen, die umgehend angegangen werden müssen. Ich möchte mich besonders für eine funktionierende, bürgernahe und digitale Verwaltung einsetzen. Der Terminstau in den Bürgerämtern muss ein Ende haben. Deshalb werden wir eine Taskforce einrichten, um den Berlinerinnen und Berlinern binnen 14 Tagen einen Termin in einem Bürgeramt zur Verfügung stellen zu können. Behördengänge sollen überdies so schnell wie möglich von zu Hause aus möglich sein.

Nicht nur Mitte ist schön, Charlottenburg ist es auch. Was ist Dein Lieblingsort in Charlottenburg und warum ist er das?

Egal ob Klausenerplatz-Kiez, Lietzenseepark oder die Gegend vom Stutti bis zum Kurfürstendamm. Mein Wahlkreis ist so besonders, weil er so vielfältig ist. In der Gegend vom Lietzensee über die Suarezstraße, die Leonhardtstraße bis zum Stuttgarter Platz hat mein Abenteuer Berlin vor 22 Jahren begonnen. Die breiten Gehwege der Leonhardtstraße mit den tollen Einzelhändlern und den schönen Restaurants muss man einfach lieben.

Read

Morgenlage Politik und Wirtschaft – alles neu: Vermisst Ihr auch die „Morgenlage Politik“ in der ursprünglichen Fassung? Sie ist noch da, sie hat nur einen anderen Namen. Ihr könnt sie als politbriefing.de lesen und abonnieren. Was für die Politik gilt, gilt auch für die Wirtschaft. Wer auch weiterhin die „Morgenlage Wirtschaft“ in der ursprünglichen Fassung lesen möchte, wird bei den wirtschaftsperspektiven.de fündig. (MB)

Listen

Kannst du Wirtschaft Christoph Meyer? Christoph Meyer ist FDP-Kandidat im Berliner Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Rechtsanwalt und Berliner Landesvorsitzende der FDP war bereits im Abgeordnetenhaus, u.a. als Fraktionsvorsitzender, parlamentarisch aktiv. Bevor er 2017 in den Deutschen Bundestag gewählt wurde, arbeitete er in der Geschäftsführung eines großen Unternehmens. In diesem „Kannst Du Wirtschaft“ Podcast mit Ralf-Michael Löttgen geht es um Corona und die Auswirkungen, Wirtschaft in Berlin, Verkehr und Elektromobilität, Sicherheit im öffentlichen Raum und Jamaika oder Ampel.

Endspurt – Parteien im Wahlkampf der btw21: „Wir sind Kontinuität.“ Im #btw21 steht die SPD. Sie hat einen Lauf. Die Grünen nutzen, die durch die Ausrufung einer Kanzlerkandidatin, erhöhte Medienreichweite. Trotzdem steht die FDP nicht schlecht da, sie genießt bei Wirtschaft und Mittelstand die größte Wertschätzung. Bei der Union spricht einiges dafür, dass sie unterbewertet ist und am Wahltag besser abschneidet, als es die aktuellen Umfragen widerspiegeln. Mehr zum #Bundestagswahlkampf hört Ihr im aktuellen berlinbubble Podcast.

Watch

Carsten Schneider im Wahlcamp: Quadriga hat im Rahmen seiner Wahlcamp-Video-Reihe einige interessante Kandidaten-Interviews produziert; so auch mit dem 1. parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Schneider erzählt in seiner charmant knorrigen Art, wie er Wahlkampf macht. Er setzt konsequent auf vor Ort und hält nichts von digitalen Formaten. Ihr lernt ihn kennen und bekommt in diesem Video einen tiefgehenden Eindruck von der Arbeit der SPD in Thüringen. (MB)

Learn

Scholz, Laschet, Baerbock – ein Psychogramm: Wenn Stakeholderlisten von Lobbyisten öffentlich gemacht werden, ist die Empörung groß. Ungleich größer wäre die Aufregung beim flächendeckenden Einsatz von Psychogrammen. Dabei ist es durchaus üblich im Rahmen von Auseinandersetzungen zu berücksichtigen, wie der Partner oder Gegner tickt, wie er vernetzt ist und von wem er beeinflusst ist. In diesem Podcast mit Dr. Daniel Wixforth von der Agentur 365 Sherpas wird das beispielhaft für die Kanzlerkandidaten durchgespielt. (MB)

Know

Wer profitiert von 12 Euro Mindestlohn? Passgenau zum btw21 hat sich die Dr. Malte Lübker, Experte für Tarif- und Einkommensanalysen am WSI (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut) für die Böckler-Stiftung des Themas angenommen. Datengrundlage ist die WSI-Lohnspiegeldatenbank mit 200.000 Beschäftigten. Um den Zusammenhang zwischen den Merkmalen (weilblich, kleines Unternehmen, tarifgebunden, Bundesland) und einem niedrigen Lohn herauszuarbeiten, nutzt er eine logistische Regression. Wirkliche Überraschungen gibt es nicht, trotzdem ist es natürlich legitim, dass Thema jetzt noch mal zu platzieren. Hier könnt Ihr die Studie lesen. (MB)

Follow

Peter Altmaier: Welcher Bundesminister schlägt sich am besten auf Twitter? Peter Altmaier, meine Meinung. Er bringt seine Themen und Inhalte rüber, klingt aber doch genau so wie im persönlichen Gespräch. „Alle Tweets von mir und meine Meinung.“, steht im Profil. So geht glaubwürdige Kommunikation. (MB)

Attend

Profilbildung und politisches Storytelling: Die Friedrich Naumann Stiftung bietet am 29. September, von 9:00 bis 10:00 Uhr einen interessanten Kurzworkshop an.  Martin Heyer, Organisationsentwickler, Coach und Kommunikationstrainer, gibt euch Hinweise zum Umgang mit Techniken des Storytellings. Ihr lernt authentische und wirksame politischen Erzählungen zu formulieren. Hier könnt Ihr euch anmelden. (MB)

Stumble

Kultur gratis – aber nicht umsonst – “Bebel Stage” startet in Mitte: Während des Lockdowns haben vielen Menschen Konzerte, Lesungen und Ausstellungen gefehlt. Denn sie sind nicht nur Unterhaltung, sondern machen auch glücklich. Ab Freitag gibt’s Kultur auf dem Bebelplatz nach dem Motto “gratis, aber nicht umsonst”. Das achttägige Kulturfestival will ein Zeichen der Hoffnung und des Neustarts senden, sowohl den Kunstschaffenden als auch den Zuschauern. Jeweils 1000 Zuschauern bietet es den Zutritt zu Konzerten, Filmen, Lesungen, Poetry Slams und neuem Zirkus. Am morgigen Freitag gehts ab 17 Uhr los, es gilt 3G und es gibt Testmöglichkeiten vor Ort.
bz-berlin.de, musikexpress.de

Introduce

Die Plattenbauten an der Wilhelmstraße in Berlin-Mitte – ein Stück DDR kommt unter Denkmalschutz: Es galt als das letzte Promi-Viertel der DDR: Katharina Witt, Günter Schabowski und Gregor Gysi wohnten hier, später zogen auch Angela Merkel oder der Dichter Rolf Hochhuth in den Kiez. Nun hat das Landesdenkmalamt Berlin die Plattenbauten an der Wilhelmstraße in Mitte unter Denkmalschutz gestellt. In der Begründung hieß es, die Gesamtanlage sei “aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen” denkmalwert. Von 1987 bis 1992 war das Wohnquartier an der Wilhelmstraße zwischen Behrenstraße und Voßstraße entstanden. Zurück ging das Projekt auf die im Ostteil der Stadt beheimatete Baudirektion Hauptstadt Berlin des damaligen DDR-Ministeriums für Bauwesen unter Leitung von Erhardt Gißke. Nach den Plänen von Chefarchitekt Helmut Stingl entstanden neben Wohnungen für 4000 Menschen etliche Geschäfte, Gaststätten und Dienstleistungsangebote. Ein Teil der Wohnungen wurde erst nach der Wiedervereinigung fertig gebaut. Die Lage an der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin, in der Nähe zum Brandenburger Tor, spielte eine große Rolle: Das einen Steinwurf von der Grenze entfernte Quartier wäre ein wichtiger Baustein im Wettbewerb der politischen Systeme gewesen, erklärt Landeskonservator Christoph Rauhut.
berliner-kurier.de

Eat and drink

Joseph: israelische Küche in Berlin? Gibt es auch in Mitte, zum Beispiel im Joseph (Friedrichstraße 113. In der Woche ist ab 12:00 Uhr geöffnet. Mittags gibt es eine gute Auswahl (Fleisch, Fisch, vegetarisch) für rund 10 Euro. Eine Alternative sind die Challah-Sandwiches. Die Getränke sind für meinen Geschmack ein Ticken zu teuer, aber der Laden muss ja auch Geld verdienen. Die vollständige Mittags- und Abendkarte findet Ihr auf der Website. (MB)

Buy

War on Peace: Dieses Buch von Ronan Farrow zur Krise der Diplomatie  trägt den passenden Untertitel „The End of Diplomacy and the Decline of American Influence“. Es ist 2018 erschienen, könnte aber aktueller nicht sein. Farrow beschreibt den zunehmenden Machtverlust der Diplomaten zu Lasten der Militärs. Bereits vor Donald Trump wurde amerikanische Außenpolitik maßgeblich von Militärs gemacht. Seine These, dass die USA aus diesem Grund an internationalem Einfluss verloren hat, lässt sich nicht von der Hand weisen. Großen Anteil im Buch hat die Situation in Afghanistan und Pakistan, die er vor dem Hintergrund seiner Tätigkeit im amerikanischen Außenministerium sehr detailliert beschreibt. (MB)

Explain

Ethnologische und Asiatische Sammlung – Debatte um Ausstellung im Humboldt Forum: Preußen-Stiftungs-Präsident Hermann Parzinger lädt ab heute in die Ethnologischen und Asiatischen Sammlungen im Humboldt Forum mit 3000 Schätzen ein. Die große Ausstellung mit 3000 Objekten wird auf 4000 Quadratmetern aus dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst eröffnet. Seit Wochen tobt jedoch die Debatte um die koloniale Vergangenheit der Schätze aus Afrika, Ozeanien und China, genau wie die Frage, an welchen Objekten Blut kleben könnte. General-Intendant Hartmut Dorgerloh sagte Medienvertretern bei der Vorbesichtigung: Die Ausstellung sei entscheidend für das Gelingen des Gesamtprojekts Humboldt Forum. Die Besucher werden auf Schritt und Tritt von der Aufarbeitung der Kolonial-Geschichte begleitet. In der Afrika-Ausstellung sorgte zudem eine Vertreterin des Nso-Volkes aus Kamerun in der Pressekonferenz für Aufsehen. Die 30-jährige Sylvie Njobati, fragte Hermann Parzinger nach der Rückgabe einer Kultfigur: “Die Ngonso-Statue kam vor über 100 Jahren nach Berlin, seit einer Dekade fragen wir nach der Restitution, wann setzen Sie sich endlich mit uns an einen Tisch?”
bz-berlin.de

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Quiz-Auflösung

Markus Söder in diesem hörenswerten DLF-Interview mit Katharina Hamberger

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