Maximilian Feigl zum Deutschlandtag der Jungen Union, Radio für Expats und Carline Mohr zum TikTok-Trick

QUIZ

„Das dänische Maßnahmengesetz hat 12 Seiten, der deutsche Planfeststellungsbeschluss hat 1.053 Seiten. In Deutschland gab es 16.000 Einwendungen, in Dänemark 42 – davon 40, die das Vorhaben begrüßt haben.“

Herzlich willkommen

Liebe Leserinnen und Leser,

während die grüne Bundestagsfraktion in der letzten Woche mit einem Kongress im Foyer des Paul-Löbe-Hauses den Mehrwert der Migration für den deutschen Arbeitsmarkt herausgearbeitet hat, war für die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit dem Bundeskanzler die Bekämpfung der irregulären Migration das wichtigste Thema. Wenn es darum ging, die sich abzeichnenden Wahlerfolge von AfD und BSW im Herbst mit überzeugender Politik zu vermeiden, hat die MPK nicht funktioniert. Dabei hatte Sachsen mit der Idee der Turbo-Abschiebungen von Straftätern und Gefährdern einen Vorschlag mit kommunikativem Wumms vorgelegt und im Gegenzug? Die Fach- und Arbeitskräfteeinwanderung wäre deutlich erfolgreicher, wenn man sie (zum Beispiel die Konsulate) spürbar besser finanzieren würde.
Euer Matthias Bannas

In the Hood

Wöchentlich stellen wir Persönlichkeiten aus dem politischen Berlin vor, befragen sie über das Stadtleben, Wirtschaft und die Politik. Diese Woche haben wir mit Maximilian Feigl gesprochen. Er ist Referent für Veranstaltungen und Sponsoring bei der Jungen Union Deutschland.

Warum sollten sich Unternehmen und Verbände unbedingt als Sponsor beim Deutschlandtag der Jungen Union engagieren? Was ist Ihr wirkungsvolles Argument?

Der Deutschlandtag der Jungen Union ist der Höhepunkt der politischen Arbeit der Jungen Union. Er verbindet, wie kein anderes Event und ermöglicht den Austausch zwischen jungen, politisch engagierten Menschen, verschiedenen Amts- und Mandatsträgern, Vertretern aus der Wirtschaft sowie Presse- und Medienanstalten. Der Deutschlandtag zeigt immer wieder, welchen Einfluss die Junge Union als Jugendorganisation auf die Unionsparteien und die Bundespolitik hat. Für Unterstützer ist der Deutschlandtag die beste Möglichkeit, direkt mit dem Politiknachwuchs ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu den politischen Führungskräften der Zukunft zu knüpfen!

Plant die Junge Union spezielle Veranstaltungsformate im Rahmen des Bundestagswahlkampfes? Mit welchen konkreten Zielen?

Die Junge Union engagiert sich auf verschiedenen Ebenen – vom Ortsverband über Kreis- und Beziksverbände bis hin zum Landes- und Bundesverband. Das gemeinsame Ziel ist es, ein starkes Ergebnis zur Bundestagswahl zu erzielen. Es ist uns daher wichtig, durch verschiedenste Veranstaltungsformate in den verschiedenen Ebenen möglichst viele Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren. Über Veranstaltungen wird über Social Media oder den Webseiten der Verbände informiert! Denn eins ist klar: für eine resiliente Demokratie ist eine hohe Wahlbeteiligung unabdingbar.

Was ist Ihr Lieblingsort in Berlin-Mitte und warum ist er das?

Im Sommer verbringe ich sehr gerne Zeit im James-Simon-Park angrenzend zur Museumsinsel. Es ist einer (der vielen) Orte in Berlin, an dem man die Internationalität und Vielfalt dieser Stadt hautnah miterlebt. Ob man sich einfach mit Freunden auf die Wiese setzt und sich unterhält oder bei guter Musik auf der Tanzfläche am angrenzenden Monbijoupark den Abend verbringt – dieser Ort strahlt für mich eine Leichtigkeit und Unbeschwertheit aus!

Measure

Nur 40 Prozent der Deutschen für EU-Mitgliedschaft für die Ukraine: Die Europäische Union hat offiziell die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine eröffnet. Die belgische Außenministerin Hadja Lahbib bewertete diesen „historischen Moment“ als eine „geopolitische Investition in Frieden, Sicherheit, Stabilität und Wohlstand“. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gratulierte der Ukraine zum Start der Verhandlungen, betonte aber auch, dass es „keine Abkürzungen“ auf dem Weg zu einer EU-Mitgliedschaft gäbe. Die EU erwartet von der Ukraine Reformen im Bereich der Rechtsstaatlichkeit und der Korruptionsbekämpfung sowie den Schutz und die diskriminierungsfreie Behandlung von Minderheiten. EU-Bürger und Bürgerinnen sehen die Beitrittsverhandlungen der Ukraine eher kritisch. Lediglich 36 Prozent der EU-Bürger sind der Meinung, die EU solle Hilfe an die Ukraine priorisieren. Innerhalb der EU schwankt die Unterstützung dabei stark. In Schweden sehen zwei Drittel in der Ukraine-Hilfe eine Priorität, in Ungarn jedoch nur zwölf Prozent (Deutschland 38 Prozent). Ähnlich ist es um die Mitgliedschaft der Ukraine in der EU bestellt. Insgesamt unterstützen 45 Prozent der Bürgerinnen und Bürger einen EU-Beitritt, jedoch lehnt dies auch knapp über ein Drittel ab (35 Prozent). Und auch hier gibt es starke Variationen unter den Ländern innerhalb der EU. So ist die Unterstützung auf der einen Seite in den skandinavischen Ländern Finnland (68 Prozent), Schweden (58 Prozent) und Dänemark (55 Prozent) insgesamt hoch. Ähnlich sieht es in Spanien und Portugal aus. Auf der anderen Seite fällt die Befürwortung eines EU-Beitritts der Ukraine in Ungarn (18 Prozent), der Slowakei (24 Prozent) und der Tschechischen Republik (29 Prozent Unterstützung) eher gering aus. In diesen Ländern überwiegt der Anteil derjenigen, die sich gegen eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine aussprechen. Auch in Deutschland polarisiert das Thema. So fällt der Zuspruch für einen Beitritt der Ukraine in die EU mit 40 Prozent geringer aus als im EU-Durchschnitt und ist sogar leicht niedriger als der Anteil der Ablehnenden (41 Prozent). Es bleibt offen, ob und wann die Ukraine tatsächlich der EU beitreten kann. Sicher ist, dass einige Jahre ins Land gehen werden, bis die Ukraine die Bedingungen für den Beitritt erfüllt haben wird. Größte Hürde ist dabei weithin der Krieg mit Russland. Eventuell bringt die US-Wahl im Herbst eine neue Dynamik in dieses Thema. Ein erster Vorschlag, wie Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien erzwungen werden könnten, legte der Präsidentschaftskandidat der Republikaner und Expräsident Donald Trump vor Kurzem vor. (RG) Die Daten finden Sie hier. IPSOS/Euronews-Umfrage: Ukraine Lieblingskandidat für EU-Beitritt / Exclusive: Trump handed plan to halt US military aid to Kyiv unless it talks peace with Moscow | Reuters

Read

Wohnungsbau ankurbeln – Forderungen / Vorschläge vom GdW im Rahmen einer Schriftenreihe des Forums für Zukunftsenergien: Eine kurze Themeneinordnung und Vorschläge an die politischen Entscheider, wie es besser gehen könnte, dass findet Ihr in diesem Paper von Axel Gedaschko (GdW Bundesverband Wohnungswirtschaft) zum Wohnungsbau. Die Botschaft ist naheliegend. Der regulatorische Rahmen ist zu eng. Die staatliche Förderung passt nicht zum Markt, um die politischen Ziele – Neubau und energetische Sanierung – zu erreichen. Ihr findet den Text u.a. auf der LinkedIn-Seite des Forums. (MB)

Listen

„Moving to Germany? Here is what you need to know.“: In diesem Podcast von Soraya Sarhaddi Nelson gibt es Tipps für Zuwanderer / Expats, die in Deutschland leben und / arbeiten möchten. Das ist auch für Deutsche relevant. Ihr erfahrt, wo die möglichen Knackpunkte sind, wenn Ihr mit den zahlreichen Menschen ins Gespräch kommt, die neu in Deutschland bzw. Berlin sind. Politisch ist es interessant, weil Ihr ein erstes Stimmungsbild von Betroffenen zum neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz bekommt. Zu Gast im Podcast sind Jenna Davis, Sigrid Arteaga Marquard, Bastien Allibert und Nicolas Bouliane. Wenn euch das Thema packt, dann schaltet doch immer am Dienstag ab 19 Uhr Jazz Radio 106.8 ein und hört euch die Show von Sigrid Arteaga Marquard an. (MB)

Watch

„#TDI24 – Impuls von Henry McMaster, US-Gouverneur von South Carolina“: Macht es Sinn, als Verband Event-Streams auf seinem YouTube-Kanal zu veröffentlichen? Ich finde ja. Die Videos werden aufwendig für das Live-Streaming produziert. Eine Veröffentlichung verursacht keine zusätzlichen Kosten. Es entsteht ein Archiv, dass in Zukunft immer mal wieder für die eine oder andere Idee genutzt werden kann. Das McMaster-Video ist ein Standort-Sales-Pitch. Mit seinen vielen – sehr genauen – Jahreszahlen kommt er etwas umständlich rüber. Je länger Ihr zuschaut, desto besser passt der Auftritt zu der Person und dem Publikum. Er erzählt viele kleine Geschichten, die alle darauf einzahlen, dass man in South Carolina gute Geschäfte machen kann. (MB)

Learn

„Der TikTok-Trick / Mehr Reichweite für eure Beiträge bei Insta & TikTok“: Carline Mohr beschreibt für Euch die vier TikTok/Instagram-Content-Kategorien: Entertainment, Educational Content, Kontroverse und Inspiration. Ihr erfahrt, warum es Sinn macht, passenden Content im Rahmen dieser Kategorien zu produzieren, worauf Ihr dabei achten solltet und wie viel Spielraum diese Kategorien eröffnen. Der Beitrag ist in ihrem lesenswerten „How to story“ Newsletter erschienen. (MB)

Know

Peoples Climate Vote 2024: Eine Umfrage in 77 Ländern mit 73.000 Befragten; die UN-Umfrage zum Klimaschutz ist ein großer Aufschlag. Mehr Unterstützung für arme Länder, ein weiterhin engagierter Klimaschutz und die Stärkung internationaler Kooperationen; die Ergebnisse der Umfrage überraschen nicht. Nun ist die Kritik naheliegend; auch in dieser Umfrage wird ambitionierter Klimaschutz nicht mit einem Anstieg persönlicher Kosten verknüpft. Macht man es sich mit dieser Kritik zu einfach? Scrollt einfach selbst durch die Umfrage. Interessant finde ich den Fragebogen. Ihr findet die Umfrage auf dieser Website. (MB)

Follow

Cathi Bruns: Selbstständigkeit, ein Thema das bei Wirtschaftsverbänden und in politischen Sonntagsreden mitläuft, steht bei Bruns konsequent an erster Stelle. Folgt ihr auf Twitter / X.

Attend

„Steht Europa vor einer Kurskorrektur?“: Die Konrad-Adenauer-Stiftung lädt am 3. Juli, 18:15 – 19:15 Uhr, zu einer Online-Veranstaltung zu den Folgen der Europa-Wahl ein. Für und mit euch diskutieren: Martin Reuber, Clotilde Warin (Ministère de l’Europe et des Affaires Ètrangère), Beatrice Gorawantschy (Leiterin des Europabüros der Konrad-Adenauer-Stiftung) und der Journalist Andreas Noll. Ich könnt euch auf der Website der Stiftung anmelden. (MB)

Been there

INSM-Talk mit Bijan Djir-Sarai und Carsten Linnemann: „Bürokratie ist ein Problem für die Demokratie. … Alles, was das Erwirtschaften erschwert, muss beiseitegeschafft werden.“ Damit hatte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai bei einem kurzweiligen Disput mit seinem CDU-Kollegen Dr. Carsten Linnemann den Ton gesetzt. Anlass für den von Beatrice Achterberg (Neue Zürcher Zeitung) moderierten Talk war die Finissage des Bürokratie-Museums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. In der Forderung nach der Dringlichkeit beim Bürokratieabbau waren sich Linnemann und Djir-Sarai einig. „Mit der Schuldenbremse bekommen wir jetzt mal Druck auf den Kessel, um an die Probleme ranzugehen. … Wenn wir jetzt nicht diese Themen angehen, werden wir sie nie wieder angehen.“ Das machte Linnemann klar. Das es nicht bei Allgemeinplätzen blieb, war der Verdienst von Achterberg. Auf die konkrete Nachfrage: „Wie schließt man Behörden?“ sah Linnemann ganz schön blass aus. Gefehlt hat mir bei der Diskussion ein Hinweis auf die größte Elefantin im Raum. Für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, das europäischen Lieferkettengesetz, das CO₂-Grenzausgleichssystem und viele weiteren bürokratischen Pflichten für Unternehmen ist die noch amtierende und bald neue Präsidentin der Europäischen Kommission zumindest mitverantwortlich. Weder von Seiten der CDU noch von der an der Regierung beteiligten FDP war in den letzten Tagen zu hören, dass man sie nur unterstützen würde, wenn der Bürokratieabbau in Zukunft in Europa Priorität hat. Falls Ihr euch das Bürokratie-Museum noch nicht angeschaut haben solltet, bis zum 4 Juli ist es noch für euch geöffnet. (MB)

Eat and drink

Daily by Dallmayr: Ihr findet das Restaurant Unter den Linden 21 / Ecke Friedrichstraße. Geöffnet ist von 10 – 19 Uhr. Ihr bekommt: Bowls, Baguettes, Salate, Flammkuchen und pro Woche ein Mittagsspezial. Dazu gibt es ein gut trinkbares Angebot an Weinen. Wenn Ihr richtig essen möchtet, kosten die Hauptgerichte 10 bis 15 Euro. Das ist für die Lage gut. Der Laden ist gestylt; Ihr sitzt bequem. Ich hatte einen Platz am Fenster mit Blick auf die Kreuzung. Das ist nett zum Rausgucken. Es fühlt sich für mich aber zu sehr nach schnell rein und schnell raus an. Ich habe den leichten Rose-Wein (6,80 / 0,2) getestet. Der ist gut. Dazu hatte ich einen Nizza Salat (11 Euro), alles frisch und in Ordnung. Wenn Ihr einen spektakulären Nizza-Salat essen möchtet, geht ins Grand Cafe Saint-Germain am Savignyplatz. Die Karte vom Daily findet Ihr auf der Website. (MB)

Buy

Impeachment (American Crime Story) auf WOW: Um die von Monica Lewinsky mitproduzierte Serie zu dem Clinton Sexskandal anzuschauen, die ihn seine zweite Präsidentschaftslegislaturperiode kostete, müsst Ihr ein einmonatiges Serien-Abo für 10 Euro abschließen. Gut gefallen hat mir, dass die Perspektive von Lewinsky stark zum Tragen kommt. Super ist die Ausstattung und die Charakterisierung der Protagonisten mit Hilfe vieler Alltagseinblicke. Den Abokündigungsprozess bei WOW empfinde ich als Zumutung; achtet auf die Dark Patterns. (MB)

Work

Studentische Hilfskraft (m/w/d) bei der American Chamber of Commerce in Germany e.V., Mitarbeiter:in für Gremienarbeit im Stab bei Die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Social Media Redakteur:in (m/w/d) bei Ressourcenmangel, Junior Office Manager:in (m/w/d) bei runningyouroffice, (Senior) Talentprogramm Manager:in (m/w/d) bei JoinPolitics
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Quiz-Auflösung

Claus Ruhe Madsen, Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, zum Bau der Deutschland-Dänemark-Brücke, zitiert vom NDR