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Marc Saha, der Leiter Interviewplanung bei The Pioneer, zu Stimmen, die das Land bewegen; SPD-Hoffnung Steffen Krach und der PM Salon zur ILA

Marc Saha, der Leiter Interviewplanung bei The Pioneer, zu Stimmen, die das Land bewegen; SPD-Hoffnung Steffen Krach und der PM Salon zur ILA

Quiz

„Wir haben das Tabu gebrochen, weil die AfD trotz Brandmauer kräftig zulegt.“

Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Verbandes Die Familienunternehmer, in der Wirtschaftswoche

Welcome

Liebe Leserinnen und Leser,

warum ist die Junge Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion so störrisch? Die Rentenkommission wird es doch richten; die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung, oder? Nun, man lernt aus Erfahrungen. Das bereits vor der Regierungsbildung beschlossene Schuldenpaket sollte in wachstumsfördernde Investitionen fließen. Wenn man sich anschaut, was zum Beispiel die Länder mit dem Geld machen, ist das zu – großen – Teilen nicht der Fall. Hinzu kommt, dass die SPD sehr wenig Bereitschaft zu spürbaren Wirtschaftsreformen zeigt. Das könnte die Ursache dafür sein, dass der Vertrauensvorschuss der Jungen Gruppe nicht besonders groß ist.

Euer Matthias Bannas

In the Hood

Marc Saha ist Leiter Interviewplanung bei The Pioneer (Media Pioneer Publishing AG)

Du leitest die Interview-Planung bei The Pioneer. Nach welchen Kriterien wählt Ihr potenzielle Interviewpartnerinnen und Interviewpartner aus?

Ich suche nach Stimmen, die das Land bewegen – manchmal laut, manchmal leise, aber immer mit Substanz. Es geht mir weniger um Titel als um Haltung. Wenn jemand etwas wirklich zu sagen hat, merkt man das sofort – am Tonfall, an der Energie, an der Klarheit im Denken.

Eure Podcasts werden insgesamt mehr als eine Million Mal pro Woche gestreamt. Das Pioneer Briefing hat sicherlich einen großen Anteil an dieser Reichweite. Welche Rolle spielt dieser Podcast für die Meinungsbildung im politischen Berlin?

Das Briefing ist so etwas wie der politische Taktgeber des Morgens. Viele in Berlin starten damit in den Tag – Abgeordnete, Journalisten, Unternehmer, auch Kritiker. Es ist ein Ort, an dem man informiert und inspiriert wird.

Was ist Dein Lieblingsort in Berlin-Mitte und warum ist er das?

Mein Lieblingsort ist die Spree. Wenn ich mit unseren Schiffen – der Pioneer One oder der Pioneer Two – durch das Regierungsviertel fahre, ist das jedes Mal ein besonderer Moment. Berlin zieht vorbei, und gleichzeitig sieht man: Politik ist auch ein Ort, an dem Menschen einfach reden müssen, bevor sie entscheiden.

Marc Saha ist Leiter Interviewplanung bei The Pioneer (Media Pioneer Publishing AG). Außerdem Redaktionsleiter World Briefing & MyWay-Podcast. Marc war vorher u.a. beim WDR (Eins Live, WDR 2 und Funkhaus Europa/Cosmo), bei RTL aktuell, hartaberfair (ARD), Deutschlandfunk.

Media Pioneer wurde 2018 von Gabor Steingart in Berlin gegründet. Die journalistische Kernmarke The Pioneer bildet seit Mai 2020 die Bühne für unabhängigen, pluralistischen und partizipativen Journalismus, der in allen redaktionellen Formaten auf Werbeerlöse verzichtet und im Kern auf Leserbeteiligung setzt. Neben dem The Pioneer Briefing-Newsletter und -Podcast von Gründer und Herausgeber Gabor Steingart, der Co-Herausgeberin Dagmar Rosenfeld gehören dazu viele weitere The Pioneer Originals wie das World Briefing mit Sigmar Gabriel und Chelsea Spieker, der Gesellschafts-Podcast und -Newsletter Der 8. Tag von der stellvertretenden Chefredakteurin Alev Doğan, das Investment Briefing von Anne Schwedt u.v.m. Als schwimmender Newsroom, Produktionsort und Bühne für Live-Journalismus dient der Crew von The Pioneer das erste Medienschiff der Welt, The Pioneer One und der Production Hub The Pioneer Two.

Foto von Anne Hufnagl

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Measure

Trump unter Druck: Sinkende Zustimmungswerte, steigende Preise, wachsende Zweifel

Wer hätte gedacht, dass US-Präsident Donald Trump verwundbar ist? In den vergangenen Monaten sind seine Zustimmungswerte in der US-Bevölkerung kontinuierlich gesunken. Mit 38 Prozent liegt er nun auf dem Niveau des vor einem Jahr ausgeschiedenen Ex-Präsidenten Joe Biden. Trump startete seine zweite Amtszeit mit 47 Prozent Zustimmung (Biden übrigens mit 55) und hat damit neun Punkte verloren. Besonders unter Republikanern schmilzt Trumps Zustimmung: von 87 auf 82 Prozent binnen eines Monats. Das ist schmerzhaft. Dazu beigetragen haben besonders die steigenden Preise, die den Portemonnaies der Amerikaner zusetzen. Ein zentrales Wahlversprechen Trumps war der Kampf gegen die Inflation, doch seine Zollpolitik hinterlässt zunehmend Spuren; die Verbraucherpreise sind in den USA in den vergangenen zwölf Monaten um 3 Prozent gestiegen. Lediglich 16 Prozent der Amerikaner bewerten die Bemühungen des Präsidenten um Preisstabilität als positiv. Auch die Epstein-Affäre hat den Präsidenten angeschlagen. Nur 20 Prozent der Amerikaner – darunter lediglich 44 Prozent der Republikaner – billigen Trumps Umgang mit der Epstein-Affäre, wie eine Reuters/Ipsos-Umfrage zeigt. Rund 70 Prozent der Befragten – darunter 87 Prozent der Demokraten und 60 Prozent der Republikaner – glauben, dass die Regierung Informationen über Epsteins Kunden zurückhält. Das hat mittlerweile zu Zerwürfnissen innerhalb der MAGA-Bewegung geführt: Die Republikanerin Marjorie Taylor Greene, lange ein prominentes MAGA-Gesicht, hat unerwartet ihren Rückzug verkündet. Ein geschwächter Trump und Differenzen innerhalb der Republikanischen Partei werden auch in Europa aufmerksam beobachtet – in der Hoffnung auf ein Tauwetter in den frostigen transatlantischen Beziehungen.

Quelle: Ipsos.com

Robert Grimm ist promovierter Soziologe und leitet die Politik- und Sozialforschung beim Markt-, Meinungs- und Sozialforschungsinstitut Ipsos in Deutschland.

Read

„Industriepolitik klare Grenzen setzen – Wohlstand entsteht im Wettbewerb“: Jan Cernicky schlägt in einem kurzen Paper, das bei der Konrad-Adenauer-Stiftung erschienen ist, eine klare Abgrenzung von Industriepolitik zur Ordnungspolitik vor. Denn Industriepolitik ist auf einzelne Branchen oder sogar auf einzelne Unternehmen gemünzt und verursacht für alle anderen Unternehmen und auch für die Gesellschaft einen Anstieg von Kosten und weitere Nachteile. Die industriepolitischen Debatten – Stichwort Industriestrompreis – sollten in Zukunft klar und transparent geführt werden. Das würde die politische Verantwortung stärken. (MB)

Listen

“The Playbook Podcast”: Gefällt euch der Berlin-Podcast von Gordon Repinski und würdet Ihr gerne etwas Vergleichbares aus Washington anhören? Dann empfehle ich den ebenfalls wochentäglich erscheinenden POLITICO-Podcast von Jack Blanchard und Dasha Burns. Die Länge ist ähnlich. Die Struktur ist etwas anders. Es gibt immer zwei bis drei Stories, die von den Hosts diskutiert werden. Die Stories drehen sich auch um internationale Politik, oft geht es aber um die USA und natürlich um Donald Trump. Der Podcast erfreut sich anscheinend breiterer Beliebtheit. Denn die Werbung richtet sich an Konsumenten und ist nicht nur auf den politischen Betrieb zugeschnitten. (MB)

Watch

„Die Wahrheit über Julia Klöckner! / Die da oben“: Jan Schipmann moderiert diese Folge des Funk-Formats. Es geht um die Bundestagspräsidentin. Die zentrale Frage ist, ob sie immer als Bundestagspräsidentin auftritt bzw. wahrgenommen wird. Wenn man das so sieht, dann ist es legitim, einige ihrer Auftritte als problematisch einzuordnen. Das gilt dann aber auch für viele ihrer Vorgänger. An einer Stelle macht Schipmann einen Fehler. Klöckner hat ihren Mitarbeitern nicht verboten, am CSD teilzunehmen. Sie hat ihnen verboten, als Repräsentanten des Bundestages teilzunehmen. Ihr findet das Video bei YouTube. (MB)

Learn

„Politische Medienbildung: Wie informieren sich junge Menschen heute?“: Zu dieser Frage hat Georg Materna einen kurzen Text für die Böll-Stiftung geschrieben. Was ich interessant finde, ist seine Beschreibung von Befragungsmethoden mit der Zielgruppe. Auch die Darstellung der Ergebnisse / Informationsräume ist schlüssig. Es lohnt sich, mehr über Meinungsbildung zu erfahren. Schaut doch mal in den Text. (MB)

Know

„Öffentliche Ausgaben im internationalen Vergleich / Wo steht Deutschland im Vergleich zu seinen Nachbarregionen?“: Passgenau zur Haushaltswoche des Bundestages legt Björn Kauder vom IW Köln einen Ausgabenvergleich ausgewählter europäischer Länder vor. Und zwar für die letzten 20 Jahre. Auffällig ist das Deutschland bei Sozialausgaben vorne und bei Investitionen hinten liegt. Verglichen wird u.a. mit den skandinavischen und den Benelux-Ländern sowie dem EU-Durchschnitt. Hier könnt Ihr die Analyse lesen. (MB)

Follow

Steffen Krach: Der SPD-Spitzenkandidat und zukünftige Vorsitzende seiner Partei in Berlin ist insbesondere auf Instagram aktiv. Auf Facebook gibt es deutlich weniger zu sehen und seinen LinkedIn-Account nutzt er immer noch für seine Aufgabe in Hannover; aber auch das ist nicht uninteressant. (MB)

Attend

„PM Salon am 4.Dezember 2025: der ILA Space Pavillon“: Matthias Reiser, Geschäftsführer der Agentur ad modum und Annett Feige, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Raumfahrtunternehmen Jena-Optronik GmbH sowie der Arbeitsgruppe Raumfahrt-Kommunikation des BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie) stehen beim nächsten PM Salon der GPM – Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement Rede und Antwort. Es geht um die Planung, Gestaltung und Umsetzung des Space Pavillons auf der nächsten ILA. Ihr könnt euch auf der Website der GPM anmelden. (MB)

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Presse.Live bietet die umfassende Infrastruktur für digitale und hybride Pressekonferenzen: Eine Streaming-Plattform für die digitale Medien-Kommunikation. Übertragungen von Pressekonferenzen und Hintergrundgesprächen. Wir sorgen für Aufmerksamkeit; Worte die gehört werden – Bilder, die gesehen werden – Botschaften, die ankommen. presse.live

Eat and Drink

Coffee Fellows am Bahnhof Friedrichstraße: In dem kleinen Bahnhofanhängsel auf der anderen Seite der Friedrichstraße findet Ihr unten eine Filiale von Coffee Fellows. Es ist drinnen ungeschickt ausgeleuchtet. Darum schauen die teuren Sandwiches (6 Euro und mehr) nicht besonders lecker aus. Auch der Kuchen (5 Euro) hat mich optisch nicht überzeugt. Der Cappuccino für 3,70 Euro hat mir trotzdem geschmeckt. Die Sessel schauen ganz bequem aus. Geöffnet ist von 7 bis 20 Uhr. (MB)

Buy

Wag the Dog von Larry Beinhart: Inszeniere einen Krieg, um von politischen Misserfolgen abzulenken und die anstehenden Wahlen zu gewinnen. So die Kurzfassung eines Beinhart-Romans, der in den 90ern erfolgreich verfilmt worden ist. Wer dennoch zum Buch greift, wird mit Protagonisten im Stil der schwarzen Serie belohnt. Sprachlich ist das Buch topp und es ist für Politikfeinschmecker hintergründig genug. Ihr findet es bei Dussmann. (MB)

Job der Woche

Leitung Kommunikation beim Zentrum für neue Sozialpolitik

Wenn Ihr eher links von der Mitte unterwegs seid, könnte dieses Jobangebot vom Zentrum für neue Sozialpolitik etwas für euch sein. Der Schwerpunkt der Organisation liegt bei der Gewährleistung von mehr Chancen. Das Aufgabenspektrum umfasst die vollständige Kommunikation. Es gibt ein Team. Ihr müsst aber auch selbst mit anpacken. Ihr findet die Anzeige bei politik&kommunikation. (MB)

Work

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