Tourismuspolitischen Talk des ADAC
Mittwoch, 15. Oktober 2025
„Die Akzeptanz ist dann groß, wenn die Bevölkerung den Eindruck hat, dass sie vom Tourismus profitiert.“ Damit hat Wolfgang Wagner (Bayern Tourismus Marketing GmbH – BayTM) beim tourismuspolitischen Talk des ADAC herausgearbeitet, wie Reiseziele mit zunehmender Kritik aus der Bevölkerung – Stichwort Overtourism –umgehen sollten. Freibäder, Hallenbäder, Wander- und Radwege, Einzelhandel und vieles mehr würde es gar nicht vor Ort geben, wenn die Touristen nicht dafür sorgen würden, dass es profitabel betrieben werden kann, erklärte Wagner. Außerdem seien ausgewählte Öffnungszeiten nur für Einheimische bei bestimmten öffentlichen Dienstleistungen eine effektive Maßnahme, so Álvaro F. Blanco Volmer (Botschaftsrat des Spanischen Fremdenverkehrsamt Berlin). Alexandra Wolframm (Booking.com) wies darauf hin, dass Plattformen für Sichtbarkeit des vollständigen Angebots an Unterkünften sorgen. Dadurch verteile sich Tourismus besser.
Ab dem nächsten Jahr tritt die EU-Kurzzeitvermietungsverordnung in Kraft. Diese wird für mehr Transparenz im Markt sorgen. Ziel der Verordnung ist es, Daten zwischen Gastgebern, Plattformen, Kommunen, Behörden und Statistikämtern auszutauschen. Und wenn nur Unterkünfte mit einer Registrierungsnummer auf Plattformen angeboten werden können, dann wird auch die Hinterziehung von Steuern deutlich erschwert. In einigen Regionen funktioniert das bereits. Falls euch das Thema interessiert, werft doch einen Blick auf die letzte ADAC-Umfrage genau dazu. (MB)