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Vorstellung der ifo-Rentenstudie bei der Friedrich-Naumann-Stiftung

Donnerstag, 23. Oktober 2025

„Reformoptionen für eine stabile Rente“, diese Studie des ifo-Instituts, stellte Marcel Thum bei der Friedrich-Naumann-Stiftung vor. Ohne eine Rentenreform fließen im Jahr 2050 11,1 Prozent des Bruttoinlandproduktes in die Rentenversicherung. Denn bereits ab dem Jahr 2035 stehen 2,4 Erwerbsfähige einem Rentner gegenüber. Migration könnte helfen, dieses Verhältnis zu Gunsten der Erwerbsfähigen zu ändern. Ob es aber gelingen kann, dass jedes Jahr 400.000 Migranten eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland aufnehmen, würde ich mit einem Fragezeichen versehen.

Ein Baustein, um die Lasten der Finanzierung der Rentenversicherung auf mehr Schultern zu verteilen, ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen. Die Entwicklung der Frauenerwerbsquote ist eine Erfolgsgeschichte. Sie ist von 70 Prozent vor 20 Jahren auf nun 90 Prozent angestiegen. Damit ist sie nicht mehr so weit von der Quote der Männer entfernt. Diese liegt bei 96 Prozent der Erwerbsfähigen. Um sie zu erhöhen, wären unpopuläre Maßnahmen erforderlich; Abschaffung des Ehegattensplittings und der Mitversicherung von Familienangehörigen.

Der maßgebliche Vorschlag des ifo-Instituts ist die Anpassung des Renteneintritts an das Lebensalter. Einmal parteiübergreifend entscheiden und dann die jährliche Anpassung von einer vertrauenswürdigen Institution durchführen lassen; zum Beispiel dem Statistischen Bundesamt. Wenn ich Thum richtig verstanden habe, hätte das auch den Vorteil, dass das Rentenniveau aufgrund der höheren Erwerbsbeteiligung stabiler wäre. Es müsste also nicht mit teuren Rentenpaketen angepasst werden.

Darüber hinaus schlägt ifo die Abschaffung der Rente mit 63 vor, auch wenn diese immer weniger zur Belastung der Rentenversicherung beitragen würde. Außerdem sei ein höherer Nachhaltigkeitsfaktor und ein Aufwuchs der Bestandsrente nur noch in Höhe des Inflationsniveaus erforderlich. Letzterer Vorschlag hat eine Umverteilungswirkung von oben nach unten. Denn wer höhere Rentenansprüche hat, lebt in der Regel länger. Hier könnt Ihr die Studie herunterladen.

Hilmar Sattler hat die Gäste begrüßt. Justus Lenz, Liberales Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, hat moderiert. Das Institut hat die Studie herausgegeben. (MB)

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