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Sergius Seebohm ist Gründer von seebohm.berlin und berät mit seinem Team seit über zehn Jahren an der Schnittstelle von politischer Kommunikation, Advocacy und gesellschaftlichem Wandel. Zuvor war er weitere zehn Jahre in verschiedenen anderen Funktionen in der politischen Beratung und Kommunikation tätig.

seebohm.berlin hat sich auf Politik- und Kampagnenstrategieberatung für soziale Projekte und gesellschaftlichen Wandel spezialisiert. Die Beratung unterstützt Organisationen mit strategischer Kommunikation, Advocacy, Narrativentwicklung, Digitaler Kommunikation und Kampagnenführung – insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, Gesundheit, Armutsbekämpfung, Ungleichheit, Menschenrechte und Naturschutz. Zu den Kunden gehören UN-Organisationen, führende internationale NGOs, Philanthropien und Stiftungen sowie nationale Verbände.

Sergius Seebohm ist Gründer von seebohm.berlin

Nachhaltigkeit und Klimaschutz geraten in Anbetracht der Wirtschaftskrise immer stärker ins Hintertreffen. Was empfiehlst Du den einschlägigen zivilgesellschaftlichen Organisationen, damit diese dennoch kommunikativ durchdringen?

Ja, in der Tat. Politische Kommunikation für Nachhaltigkeit steht heute gleich mehrfach unter Druck: durch Algorithmen, die Emotionalität belohnen, durch populistische Gegenrede – und TTPA trifft sowieso ja alle. Wer sich um die Welt von Morgen sorgt, muss deshalb Substanz, überzeugende Narrative und politische Anschlussfähigkeit verbinden. Die Botschaften brauchen strategisches Timing, digitale Sichtbarkeit – und eine Geschichte, die zeigt: Nachhaltigkeit stabilisiert, sie belastet nicht.

„Nachhaltigkeit wird nicht geklickt“; so neulich ein Kommunikationsmanager einer großen Bank zu mir. Was müssen Unternehmen berücksichtigen; die eine digitale Kommunikationskampagne für ein neues, nachhaltiges Produkt aufsetzen?

Ich glaube, Nachhaltigkeit klickt schon, wenn wir sie konkret und relevant erzählen. Alle Formate müssen heute Plattformlogiken verstehen. Aber hier nur auf Klicks zu setzen ist ohnehin etwas kurz gesprungen. Selbst wenn mir die Welt von Morgen egal ist, schon wer im Kampf um Talente bestehen will, muss Nachhaltigkeit überzeugend kommunizieren. Denn Mitarbeitende erwarten heute Haltung und Orientierung. Kurz: Wirkung zählt mehr als reine Reichweite.

Was ist Dein Lieblingsort in Berlin-Mitte und warum ist er das?

Der Lustgarten und die Brücke am Bode-Museum. Kaum ein Ort ist so malerisch, direkt am Wasser – mitten im Berliner Trubel. Das liegt ganz nah an unserem Büro, und von dort kommt man in alle Richtungen. Perfekt für einen Moment Klarheit im politischen Berlin. Ehrlich gesagt rausche ich mit meinem Fahrrad auf dem Weg zum nächsten Termin meistens aber auch nur dran vorbei.

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