„Wirtschaftliche Entwicklung durch Rückschritt – zu den Perspektiven der russischen Volkswirtschaft“: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist es Russland nicht gelungen, den Pfad eines rohstoffexportierenden Landes mit einer starken Anhängigkeit von Technologieimporten zu verlassen. Sowohl das Oligarchen-System als auch das System der von Putin abhängigen Günstlinge (Siloviki) haben verhindert, dass sich innovative Unternehmen und international wettbewerbsfähiges produzierendes Gewerbe entwickeln konnte. Michael Hüther und Simon Gerards Iglesias haben für das IW die russische Wirtschaft analysiert. Sie gehen davon aus, dass die westlichen Sanktionen auf Grund der Struktur der russischen Wirtschaft mittelfristig hochwirksam sein werden. Hinzu kommt der Verlust an qualifizierten Arbeitskräften. Der wirtschaftliche Schaden für Russland ist langfristig. (MB)