Konjunkturbericht 01|2023 von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE): In dem Bericht stecken zahlreiche Details, die für unterschiedliche Politikfelder relevant sind. Unterschätzt werden sollte auch nicht der Stellenwert der Branche mit 6.000 Betrieben, einem jährlichen Umsatz von 218,5 Mrd. Euro und 637.000 Beschäftigten. Mehr als die Hälfte dieser Betriebe geht von einer Verschlechterung der Ertragslage aus. Es gibt einerseits einen deutlichen Anstieg bei den Preisen für die Endverbraucher (z.B. 35,4 Prozent für Molkereierzeugnisse und Eier). Auf der anderen Seite stehen höhere Preise für Produktionsfaktoren der Industrie. Energie ist um 75 Prozent teurer geworden, genau wie Kartoffeln. Bei anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen ist der Preisanstieg zwar nicht so deutlich. Er ist aber immer noch erheblich. Ein weiteres Thema ist der internationale Wettbewerb, im Exportgeschäft kommt es auf den Preis an. Der Bericht ist ein Warnsignal an die Bundesregierung. Wenn die Rahmenbedingungen für die Branche nicht besser werden, wird sie im internationalen Wettbewerb zurückfallen und der Preisdruck bei Lebensmitteln für deutsche Endverbraucher wird weiter hoch bleiben. Ihr könnt der Bericht auf der Website des Verbandes downloaden. (MB)