„Online, offline oder beides? / Umfragemethoden im Praxistest – welche Methode liefert vertrauenswürdige, repräsentative Ergebnisse?“ Dominik Hirndorf und Dr. Sabine Pokorny haben für die Konrad Adenauer Stiftung ein interessantes Experiment durchgeführt. Sie haben verschiedene Markt- und Meinungsforschungsinstitute beauftragt für identische Fragen verschiedene Befragungsmethoden anzuwenden. Zum Einsatz kamen zwei reine Online-Stichproben, drei Mixed-Mode-Stichproben und eine reine Telefonstichprobe. Auffällig ist, dass die Ergebnisse der anderen Methoden zum Teil sehr erheblich von der repräsentativen Telefonstichprobe abweichen; zum Teil um 41 Prozent. Mögliche Begründungen dafür sind, dass Offliner oder sehr alte Menschen bei Online-Erhebungen unberücksichtigt bleiben. Wenn die Daten im Nachhinein gewichtet werden, werden die Ergebnisse noch unzuverlässiger. Dieser Text ist für den Politikbetrieb hilfreich, werden wir doch regelmäßig mit politischen Forderungen konfrontiert, die mit Befragungen untermauert werden sollen. Mit diesem Text lässt sich prima kontern. (MB)