“Inside BlackRock investigating BlackRock’s tax practices in the European Union”: Der Finanzwissenschaftler Ceyhun Elgin hat im Auftrag von Martin Schirdewan MdEP untersucht, wie der Vermögensverwalter BlackRock in Europa Steuern zahlt. Der Hauptkritikpunkt ist, dass das Unternehmen in Deutschland, Frankreich und Italien im Verhältnis zu den erzielten Gewinnen sehr wenig Steuern zahlt. Das ein Unternehmen im Rahmen der Gesetze seine Steuerzahlungen optimiert, ist legitim. Die Empörung, die im Rahmen dieser und ähnlicher Veröffentlichungen immer wieder hochschlägt, müsste eigentlich nicht die Unternehmen, sondern die verantwortlichen politischen Entscheider treffen. Geeignete Maßnahmen zur Reformierung der Unternehmensbesteuerung im europäischen Kontext sind seit langem bekannt. Es fehlt aber an der Bereitschaft die Machtfrage zu stellen und zu handeln. EU-Mitgliedsstaaten, die vom Steuerwettbewerb profitieren, werden ihre Vorteile nicht freiwillig aufgeben. Und für die meisten steuerrechtlichen Entscheidungen in Europa ist die Einstimmigkeit erforderlich. Ihr findet den Report auf der Website von Schirdewan. (MB)