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Sergius Seebohm zur politischen Kommunikation für Nachhaltigkeit, unser Job der Woche bei Lina Seitzl MdB und der neue ista Showroom in Berlin

Sergius Seebohm zur politischen Kommunikation für Nachhaltigkeit, unser Job der Woche bei Lina Seitzl MdB und der neue ista Showroom in Berlin

Quiz

„Es war ein einziges Ackern und Rammeln“

OK, ich habe etwas geschummelt. Das Zitat ist von Joshua Kimmich nach einem Fußballspiel. … und dennoch musste ich an den Politikbetrieb denken. (MB)

Welcome

Liebe Leserinnen und Leser,

das Image der CDU als wirtschaftskompetente Partei hat mit der Verabschiedung des Rentenpaketes Kratzer bekommen. In der Debatte der letzten Wochen sind die negativen Folgen des Beschlusses sichtbar geworden. Hinzu kommt das allen Beobachtern klar ist, ohne eine zusätzliche Einbeziehung von Einkünften aus Kapitalerträgen und Mieteinnahmen zur Finanzierung der Sozialversicherungen werden keine Leistungsbegrenzungen mit der SPD zu machen sein.

Euer Matthias Bannas

In the Hood

Sergius Seebohm ist Gründer von seebohm.berlin

Nachhaltigkeit und Klimaschutz geraten in Anbetracht der Wirtschaftskrise immer stärker ins Hintertreffen. Was empfiehlst Du den einschlägigen zivilgesellschaftlichen Organisationen, damit diese dennoch kommunikativ durchdringen?

Ja, in der Tat. Politische Kommunikation für Nachhaltigkeit steht heute gleich mehrfach unter Druck: durch Algorithmen, die Emotionalität belohnen, durch populistische Gegenrede – und TTPA trifft sowieso ja alle. Wer sich um die Welt von Morgen sorgt, muss deshalb Substanz, überzeugende Narrative und politische Anschlussfähigkeit verbinden. Die Botschaften brauchen strategisches Timing, digitale Sichtbarkeit – und eine Geschichte, die zeigt: Nachhaltigkeit stabilisiert, sie belastet nicht.

„Nachhaltigkeit wird nicht geklickt“; so neulich ein Kommunikationsmanager einer großen Bank zu mir. Was müssen Unternehmen berücksichtigen; die eine digitale Kommunikationskampagne für ein neues, nachhaltiges Produkt aufsetzen?

Ich glaube, Nachhaltigkeit klickt schon, wenn wir sie konkret und relevant erzählen. Alle Formate müssen heute Plattformlogiken verstehen. Aber hier nur auf Klicks zu setzen ist ohnehin etwas kurz gesprungen. Selbst wenn mir die Welt von Morgen egal ist, schon wer im Kampf um Talente bestehen will, muss Nachhaltigkeit überzeugend kommunizieren. Denn Mitarbeitende erwarten heute Haltung und Orientierung. Kurz: Wirkung zählt mehr als reine Reichweite.

Was ist Dein Lieblingsort in Berlin-Mitte und warum ist er das?

Der Lustgarten und die Brücke am Bode-Museum. Kaum ein Ort ist so malerisch, direkt am Wasser – mitten im Berliner Trubel. Das liegt ganz nah an unserem Büro, und von dort kommt man in alle Richtungen. Perfekt für einen Moment Klarheit im politischen Berlin. Ehrlich gesagt rausche ich mit meinem Fahrrad auf dem Weg zum nächsten Termin meistens aber auch nur dran vorbei.

Sergius Seebohm ist Gründer von seebohm.berlin und berät mit seinem Team seit über zehn Jahren an der Schnittstelle von politischer Kommunikation, Advocacy und gesellschaftlichem Wandel. Zuvor war er weitere zehn Jahre in verschiedenen anderen Funktionen in der politischen Beratung und Kommunikation tätig.

seebohm.berlin hat sich auf Politik- und Kampagnenstrategieberatung für soziale Projekte und gesellschaftlichen Wandel spezialisiert. Die Beratung unterstützt Organisationen mit strategischer Kommunikation, Advocacy, Narrativentwicklung, Digitaler Kommunikation und Kampagnenführung – insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, Gesundheit, Armutsbekämpfung, Ungleichheit, Menschenrechte und Naturschutz. Zu den Kunden gehören UN-Organisationen, führende internationale NGOs, Philanthropien und Stiftungen sowie nationale Verbände.

Measure

Enttäuschende Bilanz seit dem Sommer

Seit Beginn der schwarz-roten Koalition beobachtet Ipsos, dass sich aus Sicht der Deutschen die Situation unter dieser Regierung in nahezu allen zentralen Politikfeldern eher verschlechtert als verbessert. Die Regierung um den Bundeskanzler Friedrich Merz enttäuscht die Erwartungen der Bevölkerung. Das verdeutlichen jüngste Daten aus einer Ipsos-Trendbefragung.

Besonders frappierend ist das Abschneiden der Regierung bei Wirtschaftsthemen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland befindet sich auch nach dem Regierungswechsel in einem chronisch anhaltenden Abwärtstrend. Lediglich 15 Prozent der Deutschen glauben, dass die schwarz-rote Wirtschaftspolitik zu dringend benötigtem Wachstum führen wird. Das sind 27 Prozent weniger als noch in der Juniwelle der Trendbefragung. Der Bürokratieabbau, ein Dauerbrenner der Reformforderungen aus der Wirtschaft, ist ebenfalls nicht zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Nur 13 Prozent der von Ipsos Befragten sehen hier eine Veränderung hin zum Positiven; dabei ist man sich darüber einig, wie wichtig es ist, den Reformstau aufzulösen und Barrieren abzubauen, um der Wirtschaft zu neuer Dynamik zu verhelfen.

Bei sozialen Themen erfüllen sich die Erwartungen ebenfalls nicht. So glauben nur 11 Prozent der Deutschen, dass unter Schwarz-Rot Fortschritte bei der Sicherung der Rente erzielt werden – das sind 9 Prozentpunkte weniger als im Juni erwartet. Noch pessimistischer wird die Situation bei der Armutsbekämpfung und beim Wohnungsbau beurteilt: Hier nehmen 7 Prozent eine Verbesserung bei der Armutsbekämpfung wahr und 8 Prozent bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum – beide Werte liegen jeweils elf Prozentpunkte unter dem Erwartungswert vom Juni.

Eventuell werden einige Initiativen des Herbstes der Reformen erst in den kommenden Monaten sichtbar. So einigten sich die Länderchefs und der Kanzler jüngst auf 200 Maßnahmen für die Staatsmodernisierung, um Erleichterungen für Bürger und Unternehmen zu schaffen. Das kann nicht schnell genug gehen; Kapital ist mobil, der Wiederaufbau von Vertrauen ist ein langer Prozess.

Quelle: Enttäuschte Erwartungen: Deutsche bewerten Regierungsbilanz überwiegend negativ | Ipsos

Robert Grimm ist promovierter Soziologe und leitet die Politik- und Sozialforschung beim Markt-, Meinungs- und Sozialforschungsinstitut Ipsos in Deutschland.

Read

„Stellungnahme des GKV-Spitzenverbandes vom 28.11.2025 an die FinanzKommission Gesundheit“: Die gesetzlichen Krankenkassen stehen unter erheblichem Spardruck. Das zeigt auch diese Stellungnahme. Beeindruckend ist wie klar und durchgerechnet der GKV-Spitzenverband seine Forderungen präsentieren kann. Politisch geschickt ist, dass für jeden Vorschlag die vermeintlichen Auswirkungen auf die Versorgung beschrieben werden. Wie zu erwarten, zielen die meisten Vorschläge auf die Krankenhäuser und die Pharmaindustrie. Und ein Hinweis auf die mangelhafte Refinanzierung des Bürgergeldes durch die Bundesregierung fehlt natürlich auch nicht. Ihr könnt das Dokument beim GKV-Spitzenverband lesen. (MB)

Listen

„Grooming Gangs in UK / Skandalöser Umgang mit Überlebenden sexueller Ausbeutung“: Der Umgang mit dem Grooming-Gang-Skandal hat für die Parteien der Mitte in Großbritannien einen erheblichen Reputationsverlust verursacht. Vor kurzem musste Starmer seine Position korrigieren und einen neuen Untersuchungsausschuss implementieren, weil herausgekommen ist, dass beim letzten Ausschuss in puncto ethnischer Zugehörigkeit erhebliche Fehler gemacht worden sind. In dem Deutschlandfunk-Podcast von Mareike Aden wird das Leid der Opfer sehr eindrücklich herausgearbeitet. (MB)

Watch

„491 Tage Geisel in Gaza · Eli Sharabi im Gespräch“: Über das Leid und das Überleben der jüdischen Geiseln in Gaza zu lesen, ist eine Sache. Deutlich eindringlicher ist das Interview, das die israelische Journalistin Ilana Dayan mit einem der überlebenden Geiseln geführt hat. Erst nachdem er freigelassen worden ist, hatte er erfahren, dass seine Frau, seine Töchter und sein Bruder von den palästinensischen Terroristen ermordet worden sind. Ihr findet das Interview in der ARD-Mediathek. (MB)

Learn

“Gemini for Google Workspace / Prompting Guide 101 / A quick-start handbook for effective prompts”: Es ist bereits etwas über ein Jahr alt; dieses knapp 90-seitige Lehrbuch zum Prompten. Dennoch finde ich es hilfreich, weil es Beispiele für ganz unterschiedliche, berufliche Herausforderungen enthält. Das lässt sich nicht direkt für den Politikbetrieb nutzen. Das muss es aber auch gar nicht. Wichtig ist die Inspiration für unsere alltäglichen Herausforderungen, und zwar insbesondere dann, wenn Ihr zahlreiche ähnliche Mails schreiben müsst. Ihr findet den Guide bei Google. (MB)

Know

“National Security Strategy of the United States of America”: Die neue Sicherheitsstrategie der USA ist nicht das, was man von einer Sicherheitsstrategie erwartet. Der Schwerpunkt liegt bei der Wirtschaftspoltik. Der Part zu Europa wurde in den letzten Tagen intensiv diskutiert. Nur auf diese Debatte abzustellen, greift zu kurz. In dem Dokument steckt viel mehr drin. Zum Beispiel ein klares Bekenntnis, die Wirtschaftskraft der USA zu stärken. Auch die Abschnitte zu China und Afrika sind nicht uninteressant. Ihr findet die knapp 30 Seiten auf der Website vom Weißen Haus. (MB)

Follow

Luise Goldi Schöneberg ist für die Kommunikation der Ludwig-Erhard-Stiftung verantwortlich. Sie schreibt sporadisch – sehr lesenswerte – Beiträge zu wirtschaftspolitischen Debatten auf LinkedIn. Das gefällt mir sehr gut. Folgt ihr dort. (MB)

Attend

„BASECAMP Trend2Go!: Deutschland im Ernstfall. Was passiert, wenn wir angegriffen werden?“: Am 15. Dezember, 18:00 – 18:45 Uhr, lädt das BASECAMP (Mittelstraße 51 – 53, 10117 Berlin) zu einem Talk mit Ferdinand Gehringer (Autor, sicherheitspolitischer Berater bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, Jurist und zertifizierter Mediator), Johannes Steger (Autor, Bereichsleiter Digital Crisis Management FGS Global) und Agnieszka Brugger MdB (stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen) ein. Es geht darum, was passiert, wenn Deutschland in einen Krieg verwickelt werden sollte. Die Moderation übernimmt Philippe Gröschel (Director Government Relations bei o2 Telefónica Deutschland). Ihr könnt euch auf der Website vom Basecamp anmelden. (MB)

Been there

Eröffnung des Showrooms von ista in Berlin

„Wirtschaft muss Politik verstehen, Politik muss Wirtschaft verstehen“, so der ista-CEO Dr. Hagen Lessing anlässlich der Eröffnung des Berliner Büros inklusive Showroom in der Dircksenstraße 41. In den Räumlichkeiten werden regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. „Wir wollen sichtbar sein in Berlin“, machte ista-CSO Detlev Bruns deutlich. Der Showroom soll auch von Public Affairs für Veranstaltungen genutzt werden. Jens Teschke, Head of Public Affairs, kündigte an: „Wir wollen zukünftig mit ‚ista Impulse‘ zu spannenden und interessanten Themen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringen, um uns sowohl modern als auch aktuell in Debatten einzubringen, alles getreu unseres Claims ‚Switch to smart.“

Im Anschluss an die Eröffnung fanden zwei Talks mit den CDU-MdBs Lars Rohwer, Tilman Kuban und Wirtschaftsvertretern statt. Dabei war auffällig, dass die Politiker die Leistungsbilanz der Bundesregierung – bereits 80 Gesetze verabschiedet – herausgestellt haben. Der Wirtschaftsvertreter waren eher regulierungsskeptisch unterwegs; zum Beispiel in puncto Gebäudedaten: „Die Eigentümer interessieren sich nicht dafür. Die Mieter interessieren sich nicht dafür. Wer interessiert sich dafür? Brüssel“

Und es ging natürlich auch um die Zukunft der Regierung. „Wenn irgendeiner glaubt, dass wir in einer Minderheitsregierung unbequeme Reformen umsetzen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.“ Da hat Tilman Kuban einen Punkt.

(MB) / Foto von Birgit Kaulfuß für ista

Staffelübergabe bei der Vonovia

„Diese Stadt kann sich glücklich schätzen einen solchen Partner am Standort zu haben.“ BMF-Staatssekretär Björn Böhning wählte bei der Vonovia-Staffelübergabe große Worte. Ab dem nächsten Jahr wird Luka Mucic die Vonovia führen. Er löst Rolf Buch ab. Beide teilten sich die Bühne bei einer Veranstaltung in Berlin. „Es müssen die Mieterinnen und Mieter im Mittelpunkt stehen. Ich nenne sie viel lieber unsere Kunden“, so Mucic. Er unterbreitete dem politischen Berlin ein Angebot: „Ich stehe für Austausch und offene Gespräche.“

Rolf Buch nutzte die Gelegenheit für eine klare Forderung an die Bauwirtschaft und die politischen Entscheider: „Wir müssen ohne Subventionen die 400.00 Wohnungen im Jahr schaffen. Darum müssen wir billiger bauen.“ Wenn die Vonovia in Berlin eine Wohnung anbietet, erhält sie innerhalb von wenigen Stunden 800 Bewerbungen. Wenn man die Wohnungsnot beseitige, entziehe man den Extremisten den Boden. Buch wurde von zahlreichen Wegbegleitern (Politik, Bundesbank, Verbände) mit viel Lob und unterhaltsamen Anekdoten verabschiedet. (MB)

Talk der Friedrich Naumann Stiftung mit Henning Höne MdL

„Ich finde es unverantwortlich, wie Politik über Jahrzehnte private Vorsorge schlecht geredet hat“, so Henning Höne MdL (Stellv. Bundesvorsitzender der FDP, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion NRW, Landesvorsitzender der FDP NRW) zur Altersvorsorge-Debatte beim Nachgefragt bei Talk der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Neben einer Verknüpfung von Renteneintrittsalters und Lebensalter sprach sich Höne für eine Stärkung der privaten Altersvorsorge aus. Aber wie immer bei der von Sara Sievert (Stellvertretende Redaktionsleiterin Berlin.Table) moderierten und von Hilmar Sattler organsierten Veranstaltungsreihe ging es natürlich nicht nur um ein Thema. Die eingeladenen Politiker müssen zu allem sprechfähig sein.

Wie geht es mit der FDP weiter? Diese müsse inhaltlich nicht zurückhaltend sein und große Schritte wagen, forderte Höne. Da sich die Partei gerade inhaltlich neu ausrichtet, bin ich gespannt, was das konkret bedeutet. Für Social Media sind mutige Inhalte auf jeden Fall vorteilhaft. Für Aufmerksamkeit werden sie aber nur sorgen, wenn die Partei auch geeignete Köpfe im Angebot hat. Und wie sollte man mit den Extremisten links und rechts umgehen? Eine andere Tonalität als die Ränder und nicht über jedes Stöcklein springen, das die AfD einem hinhält; dieser Forderung von Höne stimme ich ausdrücklich zu.

Inhaltlich wurde auch über die Altersvorsorge hinaus deutlich, dass Höne auf einem klaren, marktwirtschaftlichen Fundament steht. Auf eine Frage zum Industriestrompreis antwortete er, dass es erst einmal erforderlich sei, alle politischen Entscheidungen zu korrigieren, die Energie teurer machen. Erst dann könne man über einen Industriestrompreis verhandeln. Eine Wirtschaftswende sei dringend erforderlich. „Ich habe nicht das Gefühl, dass in der Spitze der SPD angekommen ist, wie ernst die Lage ist“, so Höne. (MB)

Tag der Metall- und Elektro-Industrie von 'Gesamtmetall mit u.a. Bundeskanzler Friedrich Merz

„Die Bundesrepublik Deutschland wird diesem Vorschlag morgen zustimmen.“ Bundeskanzler Friedrich Merz machte in seiner Rede beim Tag der Metall- und Elektro-Industrie die Zustimmung zum europäischen Nachhaltigkeitsomnibus zum Thema. Das ist bemerkenswert. Denn noch vor kurzem hat SPD-Chef Klingbeil angekündigt, eine Zustimmung der Bundesregierung sei nicht möglich, wenn die Gesetzesinitiative im Europäischen Parlament mit den Stimmen rechts der Mitte verabschiedet werde. Aber genau das ist passiert. Bürokratierückbau und die Vollendung des Binnenmarktes, im Zusammenhang mit diesen Themen erinnerte Merz an die 25-Jahre-alte Lissabon-Strategie. In dieser wurde das Ziel formuliert, „Europa zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen“. Wer die neue Sicherheitsstrategie der USA aufmerksam liest, wird feststellen, dass der Sound der Trump-Administration ähnlich klingt.

Europa war aber nicht das Schwerpunktthema der Konferenz, das war die Reform des deutschen Sozialstaats. Der Generalsekretär der SPD, Tim Klüssendorf MdB, bekannte sich zum Reformziel, keine weiteren Beitragserhöhungen: „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir den unbedingten Willen zu Reformen brauchen.“ Die Rentenkommission solle mit einem gemeinsamen Vorschlag rausgehen. Was mich dennoch skeptisch stimmt, ist das es Klüssendorf und der SPD anscheinend vorschwebt, bei der privaten Altersvorsorge Vorgaben zu machen, wo investiert wird. Bundeskanzler Merz war bei dem Thema sehr klar: „Wir werden auch die Bedingungen der privaten Altersvorsorge deutlich verbessern.“ Auch Andreas Audretsch MdB, stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen, positionierte sich zu dem Thema: „Wir brauchen einen kompletten Neustart der privaten Altersvorsorge.“ Er forderte einen „Bürgerfonds“; ein öffentliches Standartprodukt. Der Bundesvorsitzende der FDP, Christian Dürr, sprach sich ebenfalls für mehr Kapitaldeckung in der sozialen Sicherung aus.

Die Wettbewerbsfähigkeit in den Mittelpunkt stellen, den sozialen Ausgleich neu denken und richtig Tempo bei Reformen machen; diesen Forderungen von Gesamtmetall-Vizepräsident Arndt G. Kirchhoff an die Bundesregierung stimme ich ausdrücklich zu. Gute gefallen hat mir die Veranstaltungsmoderation von Michael Bröcker von Table Briefings.

Eat and Drink

Espresso House in der Friedrichstraße 125: Früher gehörte das Café zu der Balzac-Kette, jetzt ist es ein Espresso House. Ihr sitzt bequem. Der Laden ist etwas größer, so das die Wahrscheinlichkeit nicht schlecht ist, einen Platz zu finden. Der kleine Cappuccino für knapp 4 Euro ist mir groß genug. Wirklich gut gefällt mir die Website mit allen Getränken und Essensangeboten. Geöffnet ist von 7:00 bis 19:00 Uhr. (MB)

Buy

Newsletter Masterclass von Carline Mohr und Anne-Kathrin Gerstlauer: Ich habe kurz überlegt; passt dieses Angebot in die Kategorie Buy? Denn 5.000 Euro netto, dass investiert kein Verband mal so nebenbei. Es lohnt sich aber genau draufzuschauen. Denn bei vielen Kommunikationsherausforderungen politischer Organisationen stellt sich heraus, dass ein eigener Newsletter anderen Maßnahmen überlegen ist. Er erreicht die Zielgruppe zuverlässig, und zwar ohne die Filterhemmnisse der Social Media Plattformen. Hinzu kommt, Regelmäßigkeit stärkt Vertrauen und zahlt auf Beziehungen ein. Mohr und Gerstlauer wissen, wie Newsletter geht. Beide haben auch sehr erfolgreich journalistisch gearbeitet. Ihr findet ihr Angebot auf dieser Website. (MB)

Job der Woche

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in bei Dr. Lina Seitzl MdB

Wer in die Gesundheitspolitik möchte, sollte sich dieses Angebot der SPD-Bundestagsabgeordneten Lina Seitzl anschauen. Es sind zwar nur 28 – 32 Stunden, aber Ihr habt die Chancen die Arbeit der Abgeordneten im Gesundheitsausschuss zu begleiten. Außerdem ist sie Mitglied der Enquete-Kommission Corona. Wahrscheinlich ist es bei der Bewerbung hilfreich, wenn Ihr der SPD nahesteht. Ihr findet das Angebot bei LinkedIn. (MB)

Work

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