EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus im Dlf-Interview: Mich beeindruckt immer wieder die rhetorische Kraft von Pfarrern. Diese Stärke spielt Kuschus mehrfach im Interview mit Andreas Main aus. Inhaltlich ist ihre Reaktion auf die Debatte um Krieg und Frieden innerhalb des Kirchenumfeldes interessant. Die Kirche verstehe sich als Debattenraum. Das ist sinnvoll, weil es ein aktiver Beitrag gegen die Polarisierung der Gesellschaft sein kann. Was mich irritiert, ist das sich Kurschus bei Themen wie dem Klimaschutz und der Kindergrundsicherung klar positioniert. Beides lässt sich aus der DNA der Kirchen heraus begründen. Trotzdem ist vermutlich ein großer Teil der Mitgliedschaft anderer Meinung und fühlt sich vor den Kopf gestoßen; siehe die Heizungsdebatte. Hier könnt Ihr das Interview anhören. (MB)