Melden euch bitte hier für kostenlosen, wöchentlichen Berlin Bubble-Newsletter an:

Measure

83 Prozent glauben die Preise werden 2023 schneller steigen als die Gehälter

Die Geschichtsbücher werden 2022 nicht in guter Erinnerung behalten. Das Jahr war geprägt von den Grauen des Krieges, einer Rekordinflation und Energiekrise sowie den unleugbaren Konsequenzen der Erderwärmung. So sehen es auch die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik: 78 Prozent betrachten 2022 als ein schlechtes Jahr für Deutschland. In Bezug auf ihr persönliches Umfeld sagen über die Hälfte der Deutschen (54%), dass 2022 für sie und ihre Familie ein schlechtes Jahr war. In Anbetracht der Erlebnisse der vergangenen 12 Monate ist es nicht verwunderlich, dass die Bevölkerung besonders pessimistisch in die Zukunft schaut. Für 2023 haben nur 52 Prozent der Bürgerinnen und Bürger positive Erwartungen (im Vergleich waren es Anfang 2022 knapp zwei Drittel). 62 Prozent der Deutschen befürchten in den kommenden 12 Monaten zudem extreme Wetterereignisse und 50 Prozent sind der Meinung, dass 2023 das heißeste jemals aufgezeichnete Jahr sein wird. Mit dem wärmsten Neujahrstag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts hat 2023 schon jetzt einen bemerkenswerten Einstand gegeben. Dem Temperaturrekord im Januar können einige bestimmt etwas Positives abgewinnen, wenn damit auch Sonne und Licht verbunden wären. Gravierender ist der wirtschaftliche Ausblick: Anfang 2022 erwogen noch zwei Drittel der Deutschen eine positive Entwicklung der Weltwirtschaft im kommenden Jahr, 2023 glauben dies nur 37 Prozent der Befragten. 70 Prozent glauben darüber hinaus, dass 2023 in Deutschland die Anzahl der Arbeitslosen steigen wird und 78 Prozent erwarten eine noch höhere Inflation als im Jahr 2022. Viele Menschen sind außerdem der Meinung, den Gürtel zukünftig noch enger schnallen zu müssen: 83 Prozent der Deutschen gehen nämlich davon aus, dass die Preise 2023 schneller steigen werden als die Gehälter. Ob dieses Doomsday-Szenario gerechtfertigt ist, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist das Land nicht so schlecht aus dem vergangenen Jahr gekommen wie erwartet, die Bundesagentur für Arbeit berichtete jüngst sogar über einen recht stabilen Arbeitsmarkt. Trotz multipler Krise sank die Zahl der Arbeitslosen und Unterbeschäftigten 2022 im Jahresdurchschnitt. Und auch die Einfuhr von Importen verbilligte sich im November mit einem Rekordrückgang von 4,5 Prozent, die Einfuhr von Energie wurde sogar um 16 Prozent günstiger. Manche munkeln schon, wir hätten den Gipfel der Inflation überwunden. Im internationalen Vergleich sind wir Deutschen dann doch überraschend positiv. Von den Briten wagt kaum jemand den Blick zurück auf 2022, ohne sich dabei die Haare zu raufen. 87 Prozent der Insulaner bewerten 2022 als ein schlechtes Jahr für das Land – aus meiner Sicht haben sie wirklich gute Gründe dafür. (RG) Die Daten finden Sie hier: Deutsche blicken wenig optimistisch auf 2023 | Ipsos

Wir verwenden Cookies, um dir das bestmögliche Nutzererlebnis zu bieten. Darüber hinaus nutzen wir Google Analytics, um die Nutzung unserer Website zu analysieren und zu verbessern. Deine Daten werden dabei anonymisiert verarbeitet. Du kannst der Verwendung von Google Analytics jederzeit zustimmen oder sie ablehnen. Weitere Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.