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Abgekühlte Klimasorgen

Aktuell sind nur noch zwei von fünf Bundesbürgern (41 %) der Ansicht, dass Deutschland mehr gegen den Klimawandel tun sollte. Damit liegt die Bundesrepublik in einer von Ipsos durchgeführten internationalen Befragung auf dem letzten Platz aller 32 befragten Länder (globaler Durchschnitt: 62 %). Vor zwei Jahren zeigten sich die Deutschen mit 55 Prozent Zustimmung noch deutlich engagierter.

Drei von fünf Deutschen (59 %) glauben, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien zu höheren Energiepreisen führen wird – so viele wie in keinem anderen Land. Jeder zweite Bundesbürger (50 %) ist zudem der Meinung, dass Elektroautos genauso schlecht für die Umwelt sind wie konventionelle Autos. Auch hier ist der Anteil der Skeptiker in Deutschland so hoch wie in kaum einem anderen Land – mit Ausnahme von Frankreich (58 %) und Polen (55 %).

Immerhin glaubt fast jeder zweite Deutsche (45 %), dass der Klimawandel die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit darstellt. Allerdings ist auch mehr als jeder Vierte (27 %) davon überzeugt, dass es unter Klimawissenschaftlern bis heute keinen Konsens über die Auswirkungen des Klimawandels gibt.

Quelle: Earth Day 2025: Deutsche verlieren Interesse am Klimaschutz | Ipsos

Robert Grimm ist promovierter Soziologe und leitet die Politik- und Sozialforschung beim Markt-, Meinungs- und Sozialforschungsinstitut Ipsos in Deutschland.

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