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AfD zweitstärkste Kraft und nur 4 Punkte hinter der Union

Die AfD gewinnt laut der letzten Ipsos Sonntagsfrage vor der politischen Sommerpause weiter deutlich an Zuspruch. Mit 22 Prozent (+3 im Vergleich zum Juni) ist sie nun zweitstärkste Kraft im Land. Die Gründe für diesen Paukenschlag in den Umfragewerten sind vielschichtig. Selten waren die Bürgerinnen und Bürger so unzufrieden mit der Entwicklung des Landes wie zum jetzigen Zeitpunkt. Die Regierungsparteien sind zerstritten und treiben ihre großen Projekte wie die Energiewende und die Digitalisierung nur schleppend voran. Das Land befindet sich in einer wirtschaftlichen Schieflage und für die Sorgen der Bevölkerung – Inflation, steigende Mieten, fallende Reallöhne, Ukraine-Krieg und Migration – sind keine unmittelbaren Lösungen in Sicht. Aktuell vereint die Kollation nur 39 Prozent der Stimmen. Die Union derweil bietet weder eine programmatische Alternative noch steht sie geschlossen da. Die schwelende Kanzlerfrage sowie der jüngste Austausch des CDU-Generalsekretärs stehen dafür exemplarisch. Die Union konnte deshalb aus den Schwächen der Ampel kein Kapital schlagen und verliert im Vergleich zum Juni weitere 2 Prozentpunkte. Auf der anderen Seite führt der Selbstauflösungsprozess der Linkspartei dazu, dass vor allem im Osten Stimmen zur AfD wandern werden. Auch der unkonstruktive Umgang mit den jüngsten kommunalpolitischen Erfolgen der AfD sowie die häufige Pauschalisierung ihrer Wählerschaft mit dem rechten Rand haben der Partei eher Zulauf beschert als davor gewarnt. Deutschland erlebt einen klaren Rechtsruck, steht damit aber auch im europäischen Trend. Die Daten finden Sie auf www.ipsos.de. (RG)

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