Melden euch bitte hier für kostenlosen, wöchentlichen Berlin Bubble-Newsletter an:

Measure

Argentinien 1 Deutschland 0

Argentinien hat einen neuen Präsidenten. Der “Anarchokapitalist” Javier Milei muss das Land aus der Dauerkrise führen. Im Wahlkampf versprach Milei dem Land eine radikale Kur. Der US-Dollar soll als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt werden, die Zentralbank sowie viele Ministerien möchte Milei abschaffen. Sozialausgaben sollen gekürzt werden. Auch sonst erscheint sein Programm wie eine Mischung aus konservativ-ultraliberal: so plant Milei den Waffenbesitz zu liberalisieren, das Recht auf Abtreibung jedoch einzuschränken. Die Reform von Wirtschaft und Politik in dem südamerikanischen Land ist überfällig. Inflationsraten wie sie im Euroraum vorherrschen, davon können die Argentinier nur träumen – im Oktober 2023 betrug die Teuerungsrate143 Prozent. Experten prognostizieren laut Reuters bis zum Jahresende eine weitere Steigerung auf 185 Prozent. 40 Prozent der Argentinier leben in Armut. Soziale Spannungen sind in den letzten Jahren stark angewachsen. Neben der Sorge vor steigenden Preisen (68 Prozent) fürchtet sich die Bevölkerung Argentiniens vor zunehmender Gewalt und Kriminalität (45 Prozent). Lediglich 19 Prozent der Bevölkerung sehen das Land auf einem guten Weg. Wenigstens bietet der Fußball einen Lichtblick. Nach erfolgreicher Weltmeisterschaft konnte sich die argentinische Nationalmannschaft diese Woche mit 1:0 auch gegen Brasilien durchsetzen. Der Zusammenhang von wirtschaftlichem Wachstum und erfolgreichen Sportereignissen ist nicht unerheblich. Eine Studie der Universität Surrey kam laut DW zu der Erkenntnis, dass der Erfolg in einem der angesehensten und prestigeträchtigsten internationalen Sportwettbewerbe das Potenzial hat, den Konjunkturzyklus zu beeinflussen. Auch die deutsche Wirtschaft wuchs 2014 mit 2.2 Prozent deutlich mehr als im Vorjahr. Jedoch wird die Mannschaft in ihrer gegenwärtigen Form 2024 kaum die Ampel retten. Da hat Milei eine bessere Grundlage. (RG) Die Daten finden Sie auf der internationalen Website von Ipsos.

Wir verwenden Cookies, um dir das bestmögliche Nutzererlebnis zu bieten. Darüber hinaus nutzen wir Google Analytics, um die Nutzung unserer Website zu analysieren und zu verbessern. Deine Daten werden dabei anonymisiert verarbeitet. Du kannst der Verwendung von Google Analytics jederzeit zustimmen oder sie ablehnen. Weitere Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.