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Britische Labour Party 13 Prozent vor den Tories

Der britische Premiermister Rishi Sunak hatte eine großartige Woche. Mit der Bekanntmachung des Windsor Frameworks zusammen mit EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen, scheint eine zentrale Frage des Brexit-Streits seit Montag vor einer Lösung zu stehen. Um nach dem Brexit eine harte Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland zu vermeiden, wurde während der Brexit-Verhandlungen die Zollgrenze de facto in die Irische See verlegt. Damit verblieb Nordirland in der Zollunion. Die Zollkontrollen zwischen Nordirland und Großbritannien behindern seither jedoch den Warenverkehr innerhalb des Vereinigten Königreichs. Diesen Streitpunkt zwischen London und Brüssel soll nun durch das neue Framework beseitigt und der Güterverkehr ohne Kontrollen vereinfacht werden. Politisch ist der Deal zwar noch nicht eingetütet, es gibt weiterhin Gegenwind von Brexit-Hardlinern und Unionists. In der Labour Party und auch bei den Tories sehen viele den Kompromiss jedoch als Schritt in die richtige Richtung. Eine Normalisierung der Beziehung zwischen der EU und dem Inselstaat wünscht sich auch die Bevölkerung. Die Britinnen und Briten äußern sich mittlerweile äußerst skeptisch in Bezug auf die Auswirkungen des Austritts ihres Landes aus der EU. Laut einer Ipsos-Umfrage sagen 55 Prozent, dass die negativen Auswirkungen des Brexits überwiegen. Nur jeder Fünfte (21%) ist der Meinung, dass der Brexit einen positiven Einfluss auf das Land hat. Trotz dieser wichtigen Initiative lässt sich Sunaks politische Zukunft schlecht vorhersagen. Die Labour Party liegt aktuell mit 38 Prozent weit vor den Tories, die mit 25 Prozent nur Platz drei hinter den Grünen (28 Prozent) belegen. Sunaks eigene Zufriendenheitswerte befinden sich weiterhin auf Talfahrt. Lediglich 27 Prozent der Wählerinnen und Wählern sprechen ihm ihr Vertrauen aus. Daran wird wohl auch das Windsor Framework wenig ändern, zu groß sind die restlichen Probleme des Landes. Bei den nächsten Wahlen wird sich im Königriech wohl deshalb auch nicht nur der Premierminister ändern. (RG) Die Daten finden Sie hier: Rishi Sunak registers lowest favourability scores as Prime Minister | Ipsos

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