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Die Demokraten haben keine offensichtliche Alternative zu Beiden

Im TV-Duell für die US-Präsidentschaftswahl im Herbst legte Joe Biden jüngst einen katastrophalen Auftritt hin, als er mit Donald Trump, den ehemaligen Präsidenten und Herausforderer der Republikaner debattierte. Der Präsident versprach sich, wirkte unsicher, leise und gebrechlich, und seine Antworten waren manchmal unverständlich. Er bot einen mitleidserregenden Anblick. Seitdem mehren sich die Rufe nach dem Rücktritt Joe Bidens von der Kandidatur, selbst aus den eigenen Reihen der Partei. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage nach geeigneten Kandidatinnen oder Kandidaten, die Joe Biden ersetzen könnten und gleichzeitig realistische Chancen aufweisen, den Herausforderer Donald Trump am Wahlabend zu schlagen. Man sollte meinen, dass dies keine schwere Aufgabe sei. Die Kontrahenten Biden und Trump liegen kurz nach dem vernichtenden TV-Auftritt weiterhin Kopf an Kopf in den Ipsos/Reuters-Umfragen (Biden 39 %, Trump 40 %). Auch Trump ist in den Augen vieler Amerikaner zu alt; der Ex-Präsident wird in der Bevölkerung ebenso negativ wahrgenommen wie der Amtsinhaber Biden (Trump 56 %, Biden 60 % negative Wahrnehmung). Die Amerikaner schauen also nicht besonders enthusiastisch einer Wiederwahl Donald Trumps entgegen. Jedoch fehlt es den Demokraten an offensichtlichen Gegenkandidaten, die für Biden – sollte dieser sich von der Wahlkampfkampagne würdevoll verabschieden – einspringen könnten. Laut einer Ipsos-Umfrage wäre wohl nur Michelle Obama in der Lage, in einem direkten Wettbewerb mit Donald Trump als Siegerin hervorzugehen. Das sehen immerhin 50 % der Amerikanerinnen und Amerikaner als mögliches Ergebnis der Wahl, während der amtierenden Vizepräsidentin Kamala Harris lediglich 42 % eine Chance einräumen. Noch hält Biden an seiner Kandidatur fest. Solange dies der Fall ist, wird er sich mit der besonderen Aufmerksamkeit abfinden müssen, mit der die Welt nun auf jeden Fehltritt und Verhaspler achtet. Nur gut, dass der Auftakt zum 75. Nato-Geburtstagsgipfel in Washington am Dienstag für den Präsidenten glimpflich über die Bühne ging. (RG)

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