Diskriminierung ist weiterhin ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft
In einer fairen Gesellschaft gibt es gleiche Chancen für alle, so ist es in Artikel 3 des Grundgesetzes verankert. Gleichberechtigung ist zudem ein wichtiger Grundsatz der Ampelkoalition. Im Koalitionsvertrag wurde eine Überarbeitung des Gleichbehandlungsgesetzes vorgesehen, um einen umfangreichen Schutz Betroffener zu gewährleisten, bzw. Schutzlücken zu schließen. Ein Grundlagenpapier zur Reform wurde nun durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes vorgelegt. Die Ansichten der Bevölkerung spiegeln bei diesem Thema einen Handlungsbedarf wider. Es ist durchaus positiv zu bewerten, dass 42 Prozent der Deutschen der Meinung sind, dass Erfolg in unserer Gesellschaft überwiegend von der eigenen Leistung abhängt. Damit liegen wir mit unserer Wahrnehmung genau im internationalen Durchschnitt. Jedoch sind weiterhin 31 Prozent der Deutschen der Auffassung, dass Erfolg von Faktoren bestimmt wird, die sie selbst nicht beeinflussen können. Zusätzlich ist die Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen laut 43 Prozent der Deutschen eines der größten Probleme in unserem Land. Deutschland befindet sich damit, im internationalen Vergleich, im unteren Drittel des Ipsos-Länderrankings. Nach Ansicht der Deutschen, erfahren in unserem Land besonders ältere Menschen (38 %) eine unfaire Behandlung, gefolgt von Menschen mit physischen Einschränkungen (33 %), Frauen (31 %) und Menschen, die der LGBTQI+-Community angehören (28%). Als hauptverantwortliche Akteure mit dem größtmöglichen Einflusspotenzial im Kampf gegen Diskriminierung sehen die Bürgerinnen und Bürger die Regierung (55 %) und Arbeitgeber (30 %). (RG) Die Daten finden Sie hier.