Friedrich Merz weiterhin im Umfragetief, Dobrindt macht Plätze gut
Aktuell sind laut einer Ipsos Umfrage lediglich 9 Prozent der Deutschen zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung. Zwar mildert sich der Abwärtstrend der Zufriedenheit mit der Regierungsarbeit in der Bevölkerung im November vorerst, jedoch verbleibt die Bundesregierung mit einer 16 Punkte geringeren Netto-Zufriedenheit weiterhin unter dem Niveau vom Juni dieses Jahres. Ebenfalls sind nur 9 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sehr zufrieden mit der Arbeit des Bundeskanzlers Friedrich Merz. Dem Kanzler gelingt es weiterhin nicht, sich aus seinem Umfragetief herauszuarbeiten. Anders sieht es bei den Kabinettsmitgliedern aus. Viele erholen sich von den katastrophalen Umfragewerten aus dem September. Verteidigungsminister Pistorius bilanziert weiterhin als einziger eine ausgeglichene Netto-Zufriedenheit. Innenminister Dobrindt verzeichnet einen beachtlichen Zuwachs von 4 Punkten, 13 Prozent der Deutschen sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Der Minister rückt damit auf den zweiten Platz im Ranking der Kabinettsmitglieder vor. Auf Platz drei folgt mit 12 Prozent Außenminister Wadephul. Der große Gewinner ist jedoch Digitalminister Karsten Wildberger, mit einem Zuwachs von 6 Punkten im Vergleich zum September. Auch Lars Klingbeil erfreut sich eines positiven Momentums. Mit der Arbeit des Vizekanzlers und Finanzministers ist jeder zehnte Deutsche sehr zufrieden. Verliererin der vergangenen Wochen ist die Arbeitsministerin Bärbel Bas, die mit vier Punkten geringerer Netto-Zufriedenheit zum Vormonat (nun bei -35 Punkten) aus den Top 3 des Ipsos Rankings rutscht. Das ist bitter.
Quelle: Ipsos.com
Robert Grimm ist promovierter Soziologe und leitet die Politik- und Sozialforschung beim Markt-, Meinungs- und Sozialforschungsinstitut Ipsos in Deutschland.