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Für 44 Prozent der Deutschen ist im Oktober die Kontrolle von Migration eine der drei größten Sorgen des Landes

Wir müssten bis in das Jahr 2015 zurückgehen, um ähnliche Werte zu sehen. Während der damaligen Migrationskrise äußerten sich 52 Prozent der Deutschen besorgt. Im Oktober 2022 war es nur knapp ein Fünftel der Deutschen (18%), seitdem beobachten wir einen stetigen Anstieg. Lediglich Inflation (45 %) bereitet den Deutschen im Oktober 2023 noch größere Ängste. Die AfD baut mit dem Thema Migration ihr Wählerpotential kontinuierlich aus. Die Landtagswahlen Anfang Oktober in Bayern und Hessen haben dies einmal mehr deutlich gemacht. Die AfD konnte in beiden Ländern Höchstwerte erzielen und wurde in Hessen mit über 18 Prozent sogar zweitstärkste Kraft hinter der CDU. Der Erfolg der AfD und die Versorgungslage der Geflüchteten in Deutschland setzen sowohl die Regierungsparteien als auch die Union zunehmend unter Druck. Der Bundeskanzler Olaf Scholz bat am Montag Oppositionsführer Friedrich Merz um Zusammenarbeit in der Migrationspolitik. Es ist ihm „ein wichtiges Anliegen, dass die Bundesregierung, die Länder und die Opposition gemeinsam zu Vereinbarungen kommen, um die irreguläre Migration nach Deutschland spürbar zu reduzieren”. Schon letzte Woche äußerte sich der Kanzler entschlossener denn je, das Thema in den Griff zu bekommen. Unkontrollierte Einwanderung ist eine Gefahr für den Sozialstaat, es müsse nun in „großem Stil abgeschoben“ werden so Scholz. Ob das reicht, die Bürgerinnen und Bürger im Superwahljahr 2024 davon zu überzeugen, bei der SPD ihr Kreuz zu machen, ist zu bezweifeln. 75 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind momentan der Meinung, Deutschland bewege sich in die falsche Richtung. In den letzten 10 Jahren war die Stimmung in unserem Land nie negativer als heute. Sich aus diesem Umfragetief herauszuarbeiten, ist für den Kanzler eine Mammutaufgabe. Ganz abschreiben kann man Olaf Scholz deswegen jedoch nicht, noch im Frühjahr 2021 vor der letzten Bundestagswahl hätten nur wenige auf ihn als Bundeskanzler gesetzt. (RG) Die Daten werden demnächst auf Ipsos.com publiziert.

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