Große Unzufriedenheit mit Bildungssystem in Deutschland, Rufe nach Social-Media-Verbot für Kinder werden lauter
Nur jeder fünfte Deutsche (21 %) bewertet das Bildungssystem in Deutschland als gut – mehr als doppelt so viele Menschen sind gegenteiliger Ansicht (45 %). Als größte Herausforderungen werden ein veralteter Lehrplan (36 %), überfüllte Klassenzimmer (31 %), eine unzureichende Lehrerausbildung (30 %) und der ungleiche Zugang zu Bildung (24 %) angesehen.
Eine knappe Mehrheit von 53 Prozent der Deutschen spricht sich inzwischen für ein Verbot von Social Media für unter 14-Jährige aus. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zustimmung zu einem Verbot in Deutschland damit um 13 Prozentpunkte erhöht. Auch die Rufe nach einem Smartphone-Verbot an Schulen werden lauter. 56 Prozent stimmen dem zu.
Den Einsatz von Künstlicher Intelligenz – inklusive ChatGPT – in Schulen sehen die Deutschen hingegen etwas weniger skeptisch. Nur 34 Prozent der Bundesbürger sprechen sich für ein Verbot aus. Was die Auswirkungen von KI auf das Bildungswesen betrifft, sind die Meinungen hierzulande geteilt. Nur 22 Prozent der Deutschen glauben, dass technologische Fortschritte wie KI vor allem positive Auswirkungen haben werden, während 28 Prozent eher negative Effekte erwarten. Hier findet Ihr die Quelle.
Robert Grimm ist promovierter Soziologe und leitet die Politik- und Sozialforschung beim Markt-, Meinungs- und Sozialforschungsinstitut Ipsos in Deutschland.