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Herbst der Reformen bei winterlichen Umfragewerten

Das Kabinett der schwarz-roten Bundesregierung setzt seinen Abwärtstrend Umfragewerten im September fort, das zeigt eine jüngste Ipsos Umfrage. Die Regierung im Gesamten verliert im September, im Vergleich zur Erhebung aus dem Juli, 11 Punkte ihrer Nettozufriedenheit. Nur 7 Prozent der Deutschen sind etwa vier Monate nach der Regierungsbildung sehr zufrieden mit der Arbeit des Kabinetts, fast die Hälfte (46%) ist sehr unzufrieden. Die Bundesregierung kommt somit auf eine Nettozufriedenheit von -39. Im Juli lag sie noch bei -28 Punkten! Bundeskanzler Friedrich Merz verliert ebenfalls stark an Zuspruch (-13 Punkte seit Juli). Nur knapp jeder Zehnte (9%) Deutsche ist sehr zufrieden mit dem Kanzler, während die Hälfte der Deutschen (50%) angibt, sehr unzufrieden zu sein. Merz verzeichnet damit im September eine Nettozufriedenheit von lediglich -41 und ist damit noch unbeliebter als seine Regierung. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bleibt der mit Abstand beliebteste Minister, gefolgt von Außenminister Johann Wadephul (Nettozufriedenheit: -28) und Ministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas (Nettozufriedenheit: -31). Jedoch zählen Pistorius und Bas zusammen mit Kanzleramtschef Thorsten Frei zu den einzigen Ministern, die im Vergleich zum Juli Beliebtheitsverluste im zweistelligen Bereich hinnehmen müssen. Nachdem Vizekanzler Lars Klingbeil bereits bei der letzten Ipsos Befragung im Juli einen Zufriedenheitsverlust von 15 Prozentpunkten verzeichnete, sind es im September noch einmal 8 Punkte, die er an Zufriedenheit einbüßt. Während knapp ein Zehntel (9 %) sehr zufrieden mit der Arbeit des Bundesfinanzministers sind, zeigen sich fast die Hälfte (49 %) sehr unzufrieden.

Quelle: Ipsos.com

Robert Grimm ist promovierter Soziologe und leitet die Politik- und Sozialforschung beim Markt-, Meinungs- und Sozialforschungsinstitut Ipsos in Deutschland.

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