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Inflationsangst treibt soziale Konflikte

Die Inflation bleibt laut einer Ipsos Studieweiterhin die größte Sorge der Deutschen. 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger machen sich aktuell über steigende Preise Gedanken. Eigentlich hatten einige Stimmen im ausgehenden Jahr noch gehofft, die Lage würde sich entspannen. Doch die Inflation verharrte auch im Februar 2023 hartnäckig bei 8,7 Prozent.  Wie destabilisierend sich die Inflation auf den sozialen Frieden im Land auswirkt, das zeigen die jüngsten Tarifverhandlungen und Warnstreiks. Mit Lohnforderungen von über 10 Prozent sind die Fronten im Tarifkonflikt zunehmend verhärtet. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben einen Nachholbedarf für das Inflations-Rekordjahr 2022 und fordern gleichzeitig vorausschauend einen höheren Lohn für 2023. In einem kürzlich erschienenen Tagesschau-Interview schließt die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Yasmin Fahimi nicht aus, dass es fortan regelmäßig Tarifkonflikte geben könnte, sollte sich die Inflation weiter verfestigen. Selbst wenn sich die Tarifparteien jetzt einigen würden, könnte es Anfang 2024 bei weiterhin steigenden Preisen neue Verhandlungen geben. Da ist es wenig verwunderlich, dass Stimmen aus arbeitgebernahen Kreisen wie der Mittelstands- und Wirtschaftsunion nach einer Reform des Streikrechts rufen. Für Fahimi sind Streiks eine Grundlage unserer Demokratie. Damit müsse man leben, so die DGB-Chefin. Und verglichen mit Frankreich ist Deutschland noch immer ein Niedrigstreikland. Ein kleiner Trost für all diejenigen, die in den kommenden Tagen und Wochen in Bussen und Bahnen oder an Flughäfen steckenbleiben. Und übrigens steht Ostern vor der Tür. (RG) Die Daten finden Sie in kürze auf der Ipsos Webseite.

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