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International optimistische Aussichten, in Deutschland verhaltene Erwartungen für 2024

Die globale Stimmung ist Ende 2023 immer noch pessimistisch, aber global zeichnet sich eine Trendwende ab, so das Ergebnis einer internationalen Ipsos-Umfrage in 34 Ländern. 70 Prozent aller Befragten sagen, dass 2023 ein schlechtes Jahr für ihr Land war. Dies stellt eine Verbesserung um 3 Prozentpunkte gegenüber 2022 dar. In Deutschland sind 77 Prozent, also 7 Prozentpunkte mehr als der globale Durchschnitt, der Meinung, dass 2023 ein schlechtes Jahr gewesen ist. Im Gegensatz zur globalen Entwicklung verbessert sich die Stimmungslage in unserem Land von 2022 auf 2023 nur marginal um einen Prozentpunkt. Die Menschen schauen optimistischer auf 2024. 70 Prozent aller Teilnehmer der Studie sind überzeugt, dass für sie persönlich 2024 ein besseres Jahr als 2023 sein wird. Das ist ein Anstieg um 5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Europäische Länder verzeichnen die größten Veränderungen, insbesondere in Polen, Spanien, Großbritannien (11 Punkte höher) und Schweden (12 Punkte höher) sind die Menschen zuversichtlicher als im Vorjahr. Die Deutschen schätzen die kommenden 12 Monate eher pessimistisch ein. Lediglich 57 Prozent der Deutschen erwarten 2024 eine positive Tendenz, unter unseren europäischen Nachbarn sind nur die Belgier (52%) und die Franzosen (46%) weniger optimistisch. Der Ausblick auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft zeigt, im Vergleich zu 2022, ebenfalls Anzeichen einer Erholung. 50 Prozent aller befragten Personen glauben an eine Verbesserung der Wirtschaftslage im Jahr 2024. Das Vertrauen in die Weltwirtschaft ist in Indonesien, Indien und China mit über 80 % der Befragten besonders groß. Auch in einigen europäischen Ländern verbessert sich die Wahrnehmung der Wirtschaftsaussichten. Das ist vor allem in Polen (20 Punkte höher), Ungarn (15 Punkte höher), den Niederlanden (12 Punkte höher) und Großbritannien (11 Punkte höher) der Fall. In Deutschland prognostizieren nur 40 Prozent der Befragten Wirtschaftswachstum für das kommende Jahr. Das pessimistische Sentiment in Deutschland überrascht nicht. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit dem Bundeskanzler Olaf Scholz und der Regierung stieg bis zum Jahresende stetig. Es fehlen wichtige Investitionen in die Infrastruktur, Bildung und das Gesundheitswesen. Das Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts hebelt die Finanzierung wichtiger Politikprogramme aus. Die Unsicherheit in der Wirtschaft ist groß. Die Koalition aus SPD, den Grünen und der FDP erscheint kaum noch regierungsfähig. Die anstehenden Europawahlen im Juni 2024 und die Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg werden wichtige Wasserstandsanzeiger für die politische Zukunft der Regierung Scholz sein. Steht das Land mit möglichen Wahlsiegen der AfD im Osten 2024 vor einem politischen Supergau? (RG) Die Daten finden Sie hier: Global predictions for 2024: Optimism is on the rise as more think next year will be better | Ipsos

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