Ipsos Sorgen Barometer
Die jüngste Ipsos-Umfrage zeichnet ein klares Bild der größten Sorgen der Deutschen. An der Spitze steht nach wie vor die Einwanderungskontrolle, die von 38 Prozent der Bevölkerung als Hauptanliegen genannt wird. Gleich danach folgen Inflation sowie Armut und soziale Ungleichheit, die jeweils 31 Prozent der Befragten beschäftigen. Auch Kriminalität und Gewalt (29 Prozent) sowie militärische Konflikte zwischen Nationen (24 Prozent) zählen zu den drängendsten Themen. Der Klimawandel hingegen bewegt nur noch jeden Fünften unter den drängendsten Sorgen im Land.
Ein Vergleich mit anderen Nationen offenbart interessante Unterschiede. In den USA und Großbritannien sind die Sorgen um Kriminalität und Gewalt besonders ausgeprägt, mit 42 Prozent bzw. 32 Prozent der Bevölkerung, die diese als Hauptsorge angeben. In Frankreich hingegen ist die Arbeitslosigkeit mit 32 Prozent vorrangig, während sie in Deutschland weniger Gewicht hat. Die politische Stimmung in Deutschland bleibt angespannt: 73 Prozent der Bürger sind der Meinung, dass das Land auf einem irrenden Kurs ist – ein Anstieg um 2 Prozent im Vergleich zum Vormonat jedoch weiterhin weit über dem Tiefstand von über 80 Prozent vor einigen Wochen.
Quelle: ipsos.com
Robert Grimm ist promovierter Soziologe und leitet die Politik- und Sozialforschung beim Markt-, Meinungs- und Sozialforschungsinstitut Ipsos in Deutschland.