Jugendliche wissen mehr über Politik – aber sie handeln kaum danach
Laut einer neuen Studie der Universität Dortmund zeigt sich das politische Interesse von Schülerinnen und Schülern in NRW eher verhalten. Befragt wurden 1.603 Jugendliche der Klassen 7 bis 10, deren politisches Wissen zwar mit dem Alter zunahm, deren Bereitschaft zu gesellschaftlichem Engagement jedoch niedrig blieb. Nur zwischen der 9. und 10. Klasse stabilisierte sich die Partizipationsbereitschaft wieder auf Ausgangsniveau. Zugleich äußerten die Jugendlichen im Schnitt eine grundlegend positive Haltung zur Demokratie und zu pluralistischen Werten. Das Forschungsteam sieht die Schulen in der Pflicht, politische Bildung stärker mit Motivation und Beteiligung zu verknüpfen und fordert ein bundesweites Monitoring zur Demokratieförderung.