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Negative Stimmung in der Bevölkerung steigt weiter

Laut dem Ipsos Sorgenbarometer für den Monat Juni betrachten 68 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung Deutschlands pessimistisch. Nur 32 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass die Entwicklungen unseres Landes in eine positive Richtung weisen. Im Mai 2023 waren dies noch 63 bzw. 37 Prozent. Nach den Ipsos Daten nimmt die negative Stimmung in Deutschland seit Mitte 2022 kontinuierlich zu. Größter Sorgentreiber hierzulande bleibt die Inflation mit 42 Prozent. Die Angst vor Armut und sozialer Ungleichheit vergrößerte sich um 2 Prozentpunkte seit Mai – wohl auch weil steigende Preise nicht von den letzten Lohnerhöhungen eingefangen wurden. Migration avanciert im Juni zur Nummer drei unter den wichtigsten Sorgen (+ 2 Prozentpunkte), Klimasorgen hingegen fallen auf Platz vier im Vergleich zum Mai zurück (- 2 Prozentpunkte). Der Vorstoß von Gesundheitsminister Karl Lauterbach, die Milliardenlöcher bei den Krankenkassen durch Beitragserhöhungen für Kassen und Pflegeversicherung zu stopfen, muss bei der Bevölkerung einen äußerst negativen Eindruck hinterlassen haben. Die Sorge um Steuern und Abgaben stieg bei den Deutschen signifikant um 6 Prozentpunkte in den vergangenen vier Wochen auf nunmehr 12 Prozent. Das ist verständlich, immer mehr Deutschen fällt es schwer mit ihrem Einkommen über die Runden zu kommen. Im April 2022 fühlten sich 16 Prozent knapp bei Kasse, 12 Monate später teilt beinahe ein Viertel der Bevölkerung dieses Gefühl. Der Eindruck, noch weniger Netto vom Brutto zu haben, zahlt bei der Wahrnehmung der Regierungskoalition eher negativ ein und verstärkt den gegenwärtigen politischen Gegenwind. Trotzdem sind wir Deutschen bei Weitem nicht die pessimistischsten Europäer: in Ungarn sind 79 Prozent der Befragten unzufrieden, in Frankreich 73 Prozent und selbst in Schweden schauen 70 Prozent der Bevölkerung mit Sorge in die Zukunft. (RG) Die Daten finden Sie auf ipsos.com

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