Trump durch göttliche Vorhersehung begünstigt
Das Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ist ein verurteilenswerter Akt politischer Gewalt. Über den Einfluss auf einen möglichen Wahlerfolg Trumps im Herbst wird nun eifrig diskutiert. Anfänglich waren sich Kommentatoren in Medien und Politik einig, dass das Bild Trumps mit blutigem Gesicht und gestreckter Faust vor dem Hintergrund der amerikanischen Flagge und dem Wort „Fight“ auf den Lippen unweigerlich zu einem Vorsprung in der Wählergunst führen wird. Amerikaner wollen einen heldenhaften Führer und keinen gebrechlichen Präsidenten, so die Aussagen. Jedoch findet sich dieser Eindruck in den jüngsten Ipsos-Daten so nicht wieder: Donald Trump (43 Prozent) und Präsident Joe Biden (41 Prozent) liegen bei den registrierten Wählern weiterhin gleichauf. Tief beeindruckt hat das Attentat die Amerikaner auf anderen Ebenen:
• Die Mehrheit (67 %) fürchtet sich vor politischer Gewalt.
• Die meisten Amerikaner (87 %) befürchten, dass politische Meinungsverschiedenheiten zunehmend mit Gewalt gelöst werden.
• 86 Prozent der Amerikaner glauben, dass politische Gewalttaten das Land ins Chaos stürzen.
• Verantwortung daran tragen laut 47 Prozent auch Mainstream-Medien mit ihrer voreingenommenen Berichterstattung.
Die Amerikaner sagen Trump zu Recht großes Glück nach, den Mordanschlag überlebt zu haben. Interessanterweise begründet dies ein Drittel der Amerikaner mit einer göttlichen Vorsehung, die Donald Trump begünstigt haben soll. Leider ist auch in unserem Land politische Gewalt gegen Politiker an der Tagesordnung. Nach Statistiken des BKA stieg die Anzahl der Angriffe auf Amts- und Mandatsträger im letzten Jahr um 29 Prozent auf rund 5.400 Straftaten. (RG) Die Daten finden Sie hier: BKA – Politisch motivierte Kriminalität – Vorstellung der Fallzahlen zur Politisch motivierten Kriminalität 2023 / The race for the presidency remains unchanged in the wake of the assassination attempt on Trump | Ipsos