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Über die Hälfte der Deutschen sehr unzufrieden mit Robert Habeck

Die Bürgerschaftswahl in Bremen verlief für die Grünen schlecht. Die Partei verlor mehr als fünf Prozent. Bereits in den vergangenen Wochen mussten die Grünen einige Rückschläge hinnehmen. In Berlin sitzt nicht die Grüne Bettina Jarasch als Regierende Bürgermeisterin im Roten Rathaus, sondern Kai Wegner von der CDU. Die Partei erreichte bei der Berliner Abgeordnetenwahl 18 Prozent und blieb damit hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Zwar stimmte beim Volksentscheid mehr als die Hälfte der Berlinerinnen und Berliner dafür, die Stadt bis 2030 klimaneutral zu machen, allerdings scheiterte das Vorhaben an der geringen Wahlbeteiligung – auch das war kein Erfolg. Auf Bundesebene erwiesen sich die Umfragewerte der Grünen lange Zeit als krisenresistent. In den ersten Kriegsmonaten des vergangenen Jahres konnten die Grünen als einzige Partei der Regierungskoalition in den Umfragen deutlich zulegen. 22 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gaben im August 2022 an, die Grünen wählen zu wollen. Mit der Gasumlage begann der Niedergang der Grünen, der sich über das Heizungsgesetz und die Personaldebatten fortsetzte. Zuletzt musste Vizekanzler Robert Habeck seinen Wirtschaftsstaatssekretär Patrick Graichen in den einstweiligen Ruhestand versetzen, weil dieser an der Entscheidung beteiligt war, seinen eigenen Trauzeugen an die Spitze der Deutschen Energie-Agentur zu setzen. Auch die radikalen Protestbewegungen haben dem Image der Partei nicht gutgetan. In der letzten Ipsos-Sonntagsfrage gaben nur noch 16 Prozent der Wahlberechtigten an, den Grünen ihre Zweitstimme geben zu wollen. Im Zentrum der Kritik steht Wirtschaftsminister Habeck. 53 Prozent der Wahlberechtigten sind mit der Politik des Wirtschaftsministers sehr unzufrieden. Der Ton der politischen Berichterstattung hat sich merklich verändert. Allzu oft gelten die Grünen als dogmatisch, rücksichtslos und ohne Verständnis für die Sorgen und Ängste der Bürgerinnen und Bürger. Darüber kann auch das gute Abschneiden der Partei bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein nicht hinwegtäuschen. Die Grünen brauchen dringend positive Impulse.

Die Daten finden Sie hier: Pistorius klar beliebtester Minister, Habeck mit starken Verlusten | Ipsos

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