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Vergesst den Preis für Butter nicht!

Inflation ist für ein Drittel der Deutschen laut einer jüngsten Ipsos-Umfrage eine der größten Sorgen in unserem Land. Dass die Inflationssorgen unter uns Deutschen weiterhin so ausgeprägt sind, überrascht: Das Statistische Bundesamt meldete am 12. November eine jährliche Teuerungsrate für Deutschland von nur 2 %, womit das Inflationsziel der EZB erreicht ist. Teilweise müssen Konsumenten heute sogar weniger für einige Güter bezahlen als noch vor einem Monat. So ist ein Fernsehgerät im Oktober 4,4 Prozent günstiger als im September. Über das Jahr gerechnet sind auch die Preise für Haushaltsenergie gefallen. Jedoch – und darin liegt der Hund begraben – verteuerten sich wichtige Grundnahrungsmittel in den letzten 12 Monaten mit Raketengeschwindigkeit. So ist der Preis von Butter im vergangenen Jahr um beinahe 40 Prozent gestiegen. Allein vom September zum Oktober 2024 legte der Preis für das Gute auf der Stulle um 9,9 Prozent zu. Fruchtsäfte verteuerten sich um 11,5 Prozent, Gemüse um 6,4 Prozent und die Weihnachtsschokolade wird in diesem Jahr 8 Prozent mehr kosten.Günstige Fernsehapparate sind das eine, viel wichtiger ist jedoch der Preis unseres täglichen Einkaufs. Leider sieht der Korb für das gleiche Geld immer leerer aus. Das belastet besonders Familien und Geringverdiener. Übrigens waren steigende Preise und hohe Lebenshaltungskosten wichtige Treiber für die Wahlentscheidung während der Präsidentschaftswahlen in den USA im November. Im deutschen Wahlkampf ist das Thema bisher noch nicht prominent aufgeschlagen, es ließe sich aber im Kontext der sozialen Gerechtigkeitsdebatte gut bespielen. Immerhin ist die Angst vor Armut und sozialem Abstieg mit 31 Prozent in der Gesellschaft ähnlich stark wie die Inflationssorgen ausgeprägt.
Quellen: Verbraucherpreisindex und Inflationsrate – Statistisches Bundesamt | www.ipsos.com

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