„Bonn – Alte Freunde, neue Feinde“: Es ist eigentlich schön, wenn Politik und Geschichte in Serienformaten aufgegriffen werden, die erkennbar für ein großes Publikum im Auftrag von öffentlich-rechtlichen Medien produziert werden. Die in der ARD-Mediathek laufende Serie Bonn ist mir ein Stück zu viel Räuberpistole. Es ist richtig, zahlreiche Nazis haben nach dem zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik Deutschland Karriere gemacht. Die Justiz hat viele Kriegsverbrecher nicht angemessen abgeurteilt. Aber einen Putschversuch hat es nicht gegeben. Ich bin ein Freund künstlerischer Freiheit. Aber sollten sich Geschichten mit einer politischen Botschaft nicht enger an der Wahrheit orientieren? (MB)