„Diplomatische Beziehungen“: In dieser Netflix-Serie geht es um eine Diplomatin, die US-Botschafterin in London wird und neben ihrer persönlichen Beziehung eine handfeste Krise lösen muss. Das ist rasant und unterhaltsam erzählt. Und es ist toll ausgestattet; insbesondere die Hemd-Krawatten-Kombis des Chief of Staff der Botschafterin. Schräg fühlt sich für mich der komplett an Diversity-Kriterien ausgerichtete Cast an, selbst die Gut- und Böse-Rollen orientieren sich daran. Immerhin erinnert der ferngesteuerte US-Präsident an den amtierenden Präsidenten. Das ist aber auch das einzige subversive Element der Serie. Keine der guten Figuren hat eine dunkle Seite. Das ist für mich unrealistisch, schließlich gehört Ambivalenz immer dazu, wenn es um Politik geht. (MB)