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„Tage voller Zorn“ von Tuomas Oskari: Wenn Ihr Lust habt, einen Politiktriller zu lesen, der das politische System Finnlands als Hintergrund nutzt, liegt mit dem neuen Oskari-Roman ein schick-gestalteter Hardcover-Band vor. Gut gefällt mir, dass der Autor eine Spaltung der Gesellschaft als Aufhänger nutzt und die konkurrierenden Parteien in einer Kommunismus- und in einer Kapitalismus-Ecke anordnet. Ein bisschen platt ist das Schattenkabinett aus gierigen und skrupellosen Unternehmern. Bei der Nutzung klassischer Pulp-Elemente ist der Autor schmerzfrei. Er tut sich aber mit dem Spannungsaufbau schwer. An, zum Beispiel Stig Larson, kommt er nicht heran. Mehr zum Roman findet Ihr hier bei dem Verlag Bastei Lübbe. (MB)

Kein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr: Wer in Pankow oder auf dem Prenzlauer Berg wohnt, und in Mitte arbeitet, wird eigentlich von der BVG und der Deutschen Bahn verwöhnt. Neben dem S-Bahn-Strang gibt es zwei Straßenbahnen und die U2. Alternativ fährt die Ringbahn bis zur U6 oder U8. Darum fällt es besonders stark auf, wenn sich die Anbindung deutlich verschlechtert. Es wird – bis auf die – total überlastete – Alternative – überall gebaut. Das bedeutet Pendelverkehr im 15-Minuten-Takt und Schienenersatzverkehr, der mit den verstopften Straßen in Mitte überhaupt nicht zurechtkommt. Im besten Falle ist es nur Bösartigkeit gegenüber den Kunden, dass BVG und Deutsche Bahn ihre Baumaßnahmen nicht koordinieren. Im schlimmsten Falle wollen sie für schlechte Stimmung sorgen, damit der amtierende Senat am Ende die Berlin-Wahl doch noch verliert. (MB)

Ihr wollt die Eisbären sehen? Dann geht doch zum Eishockey. Es ist eine eigene Welt und bringt viel Spaß. Die Spielstätte der Eisbären – die Mercedes-Benz-Arena im Friedrichshain – ist mit der S-Bahn von Mitte bequem erreichbar. Die Tickets sind bezahlbar. Ich empfehle Plätze auf der Geraden oder der Gegengeraden; da habt Ihr alles gut im Blick. Verzichtet auf große Taschen, die müssen separat abgegeben werden. Eure Winterjacken könnt Ihr mit zum Platz nehmen. In der Halle ist es pulloverwarm. Werft vorher einen Blick auf Spielregeln bei Wikipedia, auch wenn diese nicht unnötig kompliziert sind. Tickets gibt es unter anderem hier. (MB)

„Höhenrausch – Das kurze Leben zwischen den Kriegen“ von Harald Jähner: Der Journalist Harald Jähner hat bei Rowohlt eine sehr gut lesbare und recherchierte Geschichte der Weimarer Republik veröffentlicht. Wirtschaft, Soziales; Kulturelles, Politisches und sehr viel Alltägliches wird wunderbar lebendig ins Bild gesetzt. Neu war für mich unter anderem die Geschichte des JoJos. Beeindruckt hat mich das Verantwortungsbewusstsein der Sozialdemokraten für die junge Demokratie. Im Gegensatz dazu waren Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg von vornherein Feinde der Demokratie, in deren Reden sich Hinweise darauf finden, dass sie nach einer Machtübernahme vor einer massenhaften Ermordung politischer Gegner nicht zurückgeschreckt wären. (MB)

Commerzbank – attraktiv für Privatkunden in Mitte: Auch wenn Ihr euch für ein kostenfreies Online-Konto entscheidet, ist es gut, wenn gegebenenfalls eine Filiale in der Nähe gut erreichbar ist. Da müsst Ihr dann für Dienstleistungen natürlich extra zahlen, aber das ist ja nur fair. Sehr gut gefällt mir die neue Commerzbank-Filiale in der Friedrichstrasse 79 / Ecke Französische Straße. Geöffnet ist von 9:00-13:00 Uhr und 14:30-18:00 Uhr. Es kann auch schon mal zu längeren Wartezeiten kommen. (MB)

Besuchen Sie den Kaufhof, solange er noch steht: Am Alexanderplatz gab es eigentlich immer ein großes Kaufhaus. Seit einigen Jahren / Jahrzehnten ist der Betreiber im Dauerkrisenmodus. Umso schöner, dass der Standort Alexanderplatz noch existiert und vermutlich auch weiterexistieren wird. Nur wirklich garantieren, kann das niemand. Also nutzt die Gelegenheit. Viele unterschiedliche Warengruppen an einem zentralen Standort in Augenschein nehmen zu können, ist ja auch ganz bequem. Geöffnet ist von 10:00 bis 20:00 Uhr; am Freitag bis 21:00 Uhr. (MB)

“Lost Kingdom: A History of Russian Nationalism from Ivan the Great to Vladimir Putin”: Wenn Ihr tiefer in das Verhältnis Russlands mit der Ukraine eingsteigen möchtet, lege ich euch dieses Buch des ukrainischen Historikers Serhii Plokhy nahe. Er beschreibt die Entwicklung der Beziehung Russlands mit den angrenzenden Staaten im Laufe der Jahrhunderte und das Hin und Her zwischen Autonomiebestrebungen und der Maßnahmen Russlands zur Stärkung der eigenen Macht. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Ukraine. Ihr erfahrt, wie die Ukraine als Staat entstanden ist. (MB)

Ein Ticket für die re:publica 2023: Im nächsten Jahr wird es wieder eine re:publica geben. Auch wenn das Programm der Konferenz mittlerweile deutlich durch Sponsoring aus Bundesministerien und der Industrie geprägt ist, gibt es zahlreiche tolle Talks und Vorträge zur Digitalisierung der Gesellschaft, zur Digitalpolitik und zu Medien und digitaler Kommunikation. Außerdem ist es den Macherinnen und Machern gelungen, dass Flair der Konferenz zu erhalten. Ihr kommt garantiert mit vielen Menschen ins Gespräch. Es gibt hier immer noch early-bird-Tickets (regulär 199 / ermäßigt 49 Euro) + eine exklusive Weihnachtskarte. (MB)

Zirbenherz® Berlin: Anfangs hat es mich etwas befremdet, in der Friedrichstraße ein Ladenlokal mit Betten und Matratzen zu sehen. Aber es macht natürlich total Sinn. Es gibt viele Büros mit Menschen, die auch etwas mehr für den Schlaf bezahlen können und in dem Alter sind, wo Schlaflosigkeit zum Problem werden kann. Zirbenherz findet Ihr in der Friedrichstraße 172. Geöffnet ist:  Mo – Fr: 10.00 – 13.00 & 14.00 – 18.00 Uhr; Dienstag ist Ruhetag. Über diese Website könnt Ihr Termine buchen. (MB)

Weihnachtskarten: Ein liebloses digitales Mailing oder ein paar handgeschriebene Karten an ausgewählte Menschen? Ihr habt auch in diesem Jahr die Wahl. Dabei habt Ihr die Möglichkeit, die Karten selbst zu gestalten. Auch wenn es nur 25 Exemplare seien sollen, kostet der Druck nur ein Euro pro Karte; zum Beispiel bei Sprintout. (MB)