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“Political Targeting, Strategic Communication, and Democracy, with Prof. Sanne Kruikemeier”: Targeting auf Social Media genießt in Deutschland nicht den allerbesten Ruf. Das wird von einer Studie Sanne Kruikemeiers erneut bestätigt. In dem aktuellen Social Media and Politics Podcast von Michael Bossetta werden zwei ihrer Studien diskutiert. Besonders interessant finde ich die Studie zu Gesprächen mit Politik-Kommunikationsexperten aus 6 ausgewählten Ländern. Ein einfaches und naheliegendes Take-away ist die Ermittlung von Standortdaten. Diese können beim Wahlkampf vor Ort die entscheidende Rolle spielen. Der Podcast ist Inspiration für die Auseinandersetzung mit dem Thema Targeting. Wer lieber lesen möchtet, findet die diskutierten Studien in den Show-Notes. (MB)

„Authentizität ist tot. Was suchen wir stattdessen?“: Authentisch sein, so lautet oft die Anforderung an Menschen, die im politischen Sektor kommunizieren. Wer sich erfolgreiche Politik-Kanäle auf Social-Media-Plattformen wie TikTok anschaut, merkt vielleicht das irgendwas daran nicht stimmt. Gregor Schmalzried hat sich auf seinem Blog mit der Frage beschäftigt. Nicht authentisch, sondern vielmehr relatable sollte Kommunikation sein. Darum kommentieren auch Brands auf Plattformen, und zwar nicht so als ob sie ein Schokoriegel wären, sondern wie ganz normale Menschen. Thomas Sattelberger und Wolfgang Heubisch, beide über 70, verhalten sich auf TikTok nicht authentisch; sie machen einfach jeden Trend mit, der gerade auf der Plattform kursiert. (MB)

Der Lobbyismus-Check: Eva Müller-Böhm schreibt ihre Masterarbeit zu Lobbying. Dafür hat sie eine Umfrage zum Thema aufgesetzt. Wenn ihr eure Lobbying-Aktivitäten oder euren Umfang mit Lobbying überprüfen möchtet, nehmt doch einfach an ihrer Umfrage teil. Ihr tut damit etwas Gutes. (MB)

„Schuhe putzen – Wie es richtig geht!“: Schuhpflege-Content findet sich auf zahlreichen Websites. Einen brauchbaren Überblick zu den Anforderungen bei unterschiedlichen Materialien (Glattleder, Wildleder, Gore-Tex, Stoff, usw.) findet Ihr hier beim Schuh Center. Gelernt habe ich zum Beispiel den Insider-Trick zum Schluss den Glattlederschuh mit einem Nylon-Strumpf nachzupolieren. (MB)

„Was 2022 auf YouTube, Instagram und TikTok erfolgreich war“: Über Best-of-Listen lässt sich streiten. Für die Kommunikation ist es aber hilfreich zu wissen, was gerade auf welchen Plattformen besonders erfolgreich ist. Auf der OMR-Website findet Ihr eine Zusammenstellung von Roland Eisenbrand. Mich überrascht jedes Mal wie dominant das Thema Fußball ist. Das erklärt sehr gut die Begeisterung von Staaten im mittleren Osten für Messi und Ronaldo, wenn es um erfolgreiche Kampagnen geht. Was mir noch fehlt, ist eine angepasste Auswertung für den politischen Bereich; auch wenn ich mir vorstellen könnte, wer dort im letzten Jahr den größten Erfolg hatte. (MB)

Neues zum LinkedIn-Algorithmus: Richard van der Blom verdient sein Geld mit Beratung zu LinkedIn. Er hat sich die Arbeit gemacht, den Algorithmus der Plattform genauer anzuschauen. Da sich ständig etwas ändert sind normale Nutzer damit überfordert, auf dem Laufenden zu bleiben. Ich tue mich mit den „wenn Du auf diese Art oder Weise postest, wirst Du mit Reichweiteverluste bestraft“ schwer. Einiges erscheint mir aber nachvollziehbar. Ihr bekommt mehr Reichweite für Interaktionen; insbesondere direkt nachdem Ihr gepostet habt. Mehrere Postings am Tag sind für private Profile eine schlechte Idee. In der 57-seitigen Analyse steckt viel Stoff drin. Ihr findet sie hier. (MB)

„Wie Pressestellen auf journalistische Anfragen reagieren“: Ralf Kunkel und Maximilian Widera von der Agentur Bernstein haben für „Politik und Kommunikation“ aufgeschrieben, was Organisationen bei der Krisenkommunikation beachten sollten. Vorbereitet, sein, offen und zeitnah antworten und die Organisation schützen und eben nicht die Person. Sehr passgenau sind die Beispiele Documenta und RBB. In beiden Fällen ist der Reputationsverlust so groß, dass die Organisationen beschädigt sind. Im Falle des RBB ist der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk betroffen. (MB)

„Reden ist Silber – zuhören ist Gold: Gewinnen durch Social Listening“: Wer was mit Politik und Kommunikation macht, für den sollte Monitoring kein Fremdwort sein. Das gilt natürlich auch für Social Media, wie Kerstin Bücker es hier für den Politsnack-Blog der Konrad-Adenauer-Stiftung aufgeschrieben hat. Im ersten Schritt geht es dabei nicht um Tools. Vielmehr müsst Ihr entscheiden, was Ihr erreichen möchtet, wie dass in eure oder die Arbeitsabläufe eurer Organisation passt, welche Plattformen relevant sind und wie viel Budget dafür erforderlich ist. Viele gute Gründe für das warum findet Ihr im Text. (MB)

Richtig Netzwerken – Tipps von Tijen Onaran: Wer im politischen Berlin arbeitet, wird sich zwangsläufig ein Netzwerk aufbauen; ob er / sie nun will oder nicht. Rüstzeug dafür findet Ihr in diesem Text von Tijen Onaran. Sie empfiehlt: Beziehungen zu den richtigen und wichtigen Menschen aufzubauen oder ganz einfach Klasse statt Masse; von vornherein am Aufbau eines Netzwerks zu arbeiten; persönliche Sichtbarkeit zu schaffen; in Krisen (zum Beispiel Shitstorms) Kontakte zu unter/stützen; also in dem Sinne zuerst geben, um vielleicht später zu nehmen. Wenn Ihr mehr von ihr zum Thema erfahren möchtet, besorgt euch doch ihr sehr gut lesbares Buch „Nur wer sichtbar ist, findet auch statt“. (MB)

DSGVO-konform Newsletter-Abonnenten gewinnen: In welchen Kommunikationskanal investieren? Diese Frage stellt sich regelmäßig in der politischen Kommunikation. Ganz vorne dabei ist für mich der eigene Newsletter. Im Gegensatz zu allen Social-Media-Plattformen landet ihr zuverlässig im Postfach des Empfängers. Nun betreibt Ihr keine e-commerce-Website, trotzdem sind viele der Hinweise, die Valerie Khalifeh in diesem OMR-Text aufgeschrieben hat, für euch relevant. Wo bringe ich meine Newsletter-Anmeldung auf der Website unter, wie nutze ich Social-Kanäle? Macht es Sinn, Werbung zu schalten? … und vieles mehr. (MB)

“TikTok in der politischen Kommunikation”: Einige Politiker sind bereits erfolgreich auf TikTok unterwegs. Laut Finn Werner, kreativer Kopf hinter dem erfolgreichen Kanal von Uwe Dorendorf MdL, sind die TikTok-Voraussetzungen für viele Abgeordnete erfüllbar. Sie dürfen sich selbst nicht zu ernst nehmen. Und es braucht Wissen, was gerade auf der Plattform angesagt ist. Denn viele erfolgreiche Videos von Politikern greifen Plattform-Trends auf. Wenn die Plattform wirklich bereits 20 Millionen Nutzer in Deutschland hat, lohnt sich der Einsatz. Hier könnt Ihr das Interview mit Finn Werner anschauen, dass Marcel Schmidt für den Politsnack-Kanal der Konrad-Adenauer-Stiftung geführt hat. (MB)