listen

Johannes Vogel im Gespräch mit Ann-Kathrin Büüsker: Das Interview der Woche im Deutschlandfunk ist in Anlehnung an die Interviews im täglichen Nachrichtenprogramm keine Single zu einem Thema, sondern ein gut kuratiertes Album. So auch dieses Gespräch. Es werden alle aktuellen energiepolitischen Krisenthemen durchdiskutiert. Immer wieder scheint durch, wie es um das Innenleben der Koalition bestellt ist. Besonders interessant ist, wie Vogel den Streit in der Koalition mit der Vielfalt der Partner erklärt und dann sinngemäß die Fortschrittskoalition ins Spiel bringt, mit der die Ampel ja irgendwann mal gestartet ist. Hier könnt Ihr den Podcast anhören. (MB)

„Krieg in der Ukraine: Was heißt eigentlich “gewinnen”?“ – der aktuelle Sicherheitshalber-Podcast: Um diese Frage dreht sich seit Monaten die politische Debatte. Ulrike Franke, Carlo Masala, Frank Sauer und Thomas Wiegold diskutieren dazu in der aktuellen Folge ihres Podcasts. Wenn man die militärischen Erfolge der Ukraine berücksichtigt, hat Russland eigentlich bereits verloren. Trotzdem kann ein Negativszenario nicht ausgeschlossen werden, bei dem sich der Krieg ohne große Frontbewegungen noch Jahre hinzieht. Politisch am naheliegendsten ist für mich das richtige Indiz für einen Sieg der Ukraine, wenn sich Russland zu Verhandlungen bereit erklären würde, ohne vorab Bedingungen zu stellen. Für alle Szenarien und den Weg dahin; hört euch doch einfach den Podcast an. (MB)

In der Sicherheitswirtschaft arbeiten – DLF-Reportage: Fach- und Arbeitskräftemangel, darunter leiden viele Branchen. Insbesondere wenn das Image einer Branche nicht das beste ist, tun sich die Unternehmen im Wettbewerb um Arbeitskräfte schwer. Umso interessanter ist es zu erfahren, wie es wirklich in der Sicherheitswirtschaft ausschaut, das zeigt diese DLF-Reportage von Mirko Heinemann. Er macht anhand von O-Tönen mit Beschäftigten deutlich – von der Bewachung des Holocaust-Mahnmals in Berlin bis zum Personenschutz in der Provinz – wie vielfältig, interessant und anspruchsvoll die Arbeit in der Branche ist. Zu Wort kommt auch der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) mit dem Präsidenten Gregor Lehnert und einem der Geschäftsführer Berthold Stoppelkamp. (MB)

„Personal- und Lieferengpässe – Unternehmen unter Druck“: Wie gehen Unternehmen mit dem fortdauernden Krisenmodus um? Ein paar Antworten dazu hat Vivien Leue (DLF) bekommen. In der Gastronomie ändern sich Geschäftsmodelle. Wenn es kein Personal gibt, wird aus einem Hotel mit Restaurant ein Hotel Garni. Im Einzelhandel wird investiert, um neue Kundengruppen anzusprechen und die Industrie hat sich trotz widriger Umstände den Optimismus erhalten. Fraglich erscheint mir, ob es gerade zusätzlichen Druck auf die Wirtschaft bedarf (Stichwort Klimaschutz), der im Beitrag von der neuen NRW-Wirtschaftsministerin aufgebaut wird. (MB)

Geyer & Niesmann – wöchentlicher Podcast vom RND zur Bundespolitik: Steven Geyer und Andreas Niesmann aus dem RND-Hauptstadtbüro bearbeiten in rund 40 Minuten vier bis fünf Aufreger-Themen der Woche. Gäste sind immer dabei. In der Folge vom 19. August gibt es ein Interview mit Heinz Strunk zu Olaf Scholz und Hamburg. Wenn sich Künstler zu Politik äußern, wird es in der Regel peinlich. Strunk hingegen bleibt einfach er selbst, umschifft alle Klippen und liefert eine passende Scholz-Beschreibung ab. Hier geht es zur Podcast-Reihe. (MB)

Steffen Hebestreit im Gespräch mit dem Bundespresseamt: Wenn Ihr euch fragt, was das soll. Die Antwort ist einfach. „Aus Regierungskreisen“ ist ein Podcast der Bundesregierung, produziert vom Bundespresseamt und moderiert von Sven Siebert. Nun hat Hebestreit ja gerade viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil er für seinen Chef beim Abbas-Skandal den Kopf hingehalten hat. Ihr lernt ihn in diesem Podcast ein bisschen besser kennen. Besonders interessant sind seine Aussagen zur Kommunikation des Bundeskanzlers. Je nach Lage ist es nicht immer opportun besonders laut Zwischenstände eines politischen Prozesses zu verkünden. So manche vielgelobten Rhetoriker hätten sich irgendwann selbst entzaubert. (MB)

„Ist der Wald noch zu retten – trotz Feuer und Klimawandel?“: Im aktuellen Politikteil-Podcast der Zeit sprechen Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing mit dem Forstwissenschaftler Jürgen Bauhus. Er ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik der Bundesregierung. Ihr erfahrt in der Folge, wie gut beziehungsweise schlecht der deutsche Wald gegen den Klimawandel gewappnet ist, ob zu viel Nadelholz angepflanzt wird und warum es nicht sinnvoll ist, nur auf gebietsheimische Gehölze zu setzen. Von den Lösungsvorschlägen ist einer nicht überraschend; es muss mehr in den Wald investiert werden. Mehr politische Wucht hat die Forderung, den Bestand an Wildtieren deutlich zu reduzieren. Dafür müssten die Jäger verpflichtet werden, erheblich mehr Tiere zu erschießen. Hier könnt Ihr den Podcast hören. (MB)

Atomwiedereinstieg juristisch – FAZ-Einspruch-Podcast: Ab Minute 5,15 spricht Stephan Klenner in diesem Podcast mit dem Atomrechtler Dr. Philipp Bender über die für ein Weiterlaufen der noch betriebsbereiten deutschen Atomkraftwerke erforderlichen Gesetzänderungen und die damit einhergehenden juristischen Fragen. Ohne eine Änderung des Atomgesetzes können die Kraftwerke nicht über das Jahresende hinaus betrieben werden. Das Gesetz enthält kalendarische Enddaten und Reststrommengen für die Kraftwerke. Die Betriebsgenehmigungen sind aber weiterhin gültig. Es gibt keine Befristung. Das gilt auch für die drei bereits abgeschalteten Atomkraftwerke. Die viel diskutierten periodischen Sicherheitsüberprüfungen der Kraftwerke zielen auf die Zukunft. Es handelt sich um prognostische Prüfungen in Hinblick auf die nächsten zehn Jahre. Das Atomgesetz sieht dafür Ausnahmen vor. Diese könnte die Bundesregierung nutzen. Eine kritische EuGH-Entscheidung  aus dem Jahr 2019 ist nicht einschlägig, weil es da um eine erhebliche Laufzeitverlängerung bei mehreren belgischen Kraftwerken ging. Der Bundestag müsste zeitnah über das Atomgesetz entscheiden. Eine Zustimmung des Bundesrates ist nicht erforderlich. (MB)

POLITICO Energy’s podcast: Das wichtigste energiepolitische Thema des Tages; in weniger als 10 Minuten durchdiskutiert. Das machen zwei Politico-Redakteure wochentäglich. Klar, es geht um US-amerikanische Themen und die Zielgruppe ist die energiepolitische Fach-Community. Dennoch zeigt der Podcast, was in Deutschland fehlt. Alles, was es zu Energiethemen regelmäßig gibt, ist ideologisch eingefärbt. Das ist hier nicht der Fall. Die verschiedenen Argumentationsstränge werden dargestellt, Host und Gesprächspartner beziehen durchaus Position, es kommt aber niemals einseitig rüber. Der aktuelle Sponsor der Reihe ist übrigens Chevron. Hier könnt Ihr den Podcast abonnieren. (MB)

“In den ersten Monaten habe ich zehn Kilo abgenommen” – Der Was-Jetzt-Podcast von Zeit Online: Lisa Caspari und Simone Gaul sprechen in dieser Sonderfolge des News-Podcasts von Zeit Online mit den erstmals in den Bundestag gewählten Abgeordneten Maja Wallstein (SPD), Kathrin Henneberger (Grüne) und Muhanad Al-Halak (FDP). Gut gefällt mir die Verknüpfung von persönlichem Hintergrund (Wahlkreis mit hohem AfD-Anteil, Aktivismus, Einwanderung + Handwerk) mit aktuellen Themen wie der Impfpflicht. Gut herausgearbeitet somd die Belastungen im MdB-Alltag …  und von wem stammt das Statement in der Überschrift? (MB)